Vertreter alle beteiligten Behörden haben sich darauf geeinigt, die Panzerstraße zur Verkehrserleichterung im Landkreis Kitzingen zu öffnen.
"Erfreuliche Wende – und gute Nachricht für tausende Autofahrer im Landkreis Kitzingen." Wie die Stadt Kitzingen in folgender Pressemeldung mitteilt, kann die Panzerstraße durch den Klosterforst doch temporär geöffnet werden. Bis Ende Januar soll die Regelung gelten. Die Straße wird voraussichtlich Ende nächster Woche für alle Pkw und Lkw freigegeben.
„Wir haben dank der Kompromissbereitschaft aller Beteiligten einen Weg gefunden, um die Verkehrssicherheit unter Beachtung des Naturschutzes herzustellen“, freut sich Kitzingens Oberbürgermeister Stefan Güntner. Zuletzt hatten sich Vertreter von Regierung, Landratsamt, Stadt Kitzingen, der Gemeinde Großlangheim und der Bayerischen Staatsforsten sowie der Landtagsabgeordneten Barbara Becker am Montag, 23. Oktober, vor Ort getroffen, um eine gangbare Lösung auszuhandeln.
So lange die Staatsstraße zwischen Kitzingen und Großlangheim saniert wird, bietet die Panzerstraße durch den Klosterforst gerade für diejenigen Autofahrer, die vom östlichen Bereich des Landkreises Kitzingen in den nördlichen fahren wollen, eine willkommene Abkürzung. Die Straße durch den Klosterforst gehört zur Hälfte der Stadt Kitzingen und der Bayerischen Staatsforsten und verläuft durch eine besonders geschützte Natura 2000 Zone. „Mit der gemeinsam vor Ort gefundenen Regelung achten wir den Schutz der Natur und helfen den vielen Pendlern im Landkreis“, ist Landrätin Tamara Bischof überzeugt.
Um die Verkehrssicherheit entlang der Panzerstraße zu gewährleisten, müssen etwa 150 Bäume entnommen werden. Davon werden 35 potentielle Habitatsbäume so zurückgeschnitten, dass die Höhlen und Brutstätten für Vögel und Fledermäuse möglichst bestehen bleiben. Als Ausgleich für die entfallenen Habitate werden rund 50 Nistkästen zeit- und ortsnah angebracht.
Für die Zeit der Öffnung werden weder Fahrbahnmarkierung, Leitpfosten noch Beleuchtung angebracht. OB Stefan Güntner appelliert deshalb an alle Nutzer, vorsichtig zu fahren und die Geschwindigkeitsbegrenzungen, die in den kommenden Tagen angebracht werden, zu beachten. Entsprechende Kontrollen werden von Zeit zu Zeit durchgeführt. Bei starkem Schneefall oder Eisglätte behält sich die Stadt Kitzingen vor, die Straße auch mal für einen Tag zu sperren.
Großlangheims Bürgermeister Peter Sterk zeigt sich dank der getroffenen Regelung glücklich. „Nun müssen unsere Bürger nicht mehr den langen Umweg über Rödelsee, Hoheim und Kitzingen nehmen, um in Richtung Hörblach zu kommen“, freut er sich. Letztendlich sei die gefundene Kompromisslösung deshalb auch ein Gewinn für die Umwelt.