DWD meldet Temperatur-Rekord: Fränkische Stadt ist Bayerns absoluter Hitze-Hotspot

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Kitzingen ist Bayerns absoluter Hitze-Hotspot - DWD meldet Temperatur-Rekord
Die fränkische Stadt hält den bayerischen Hitze-Rekord 2025.
Kitzingen ist Bayerns absoluter Hitze-Hotspot - DWD meldet Temperatur-Rekord
Sina Ettmer/AdobeStock (Symbol)
Kitzingen ist Bayerns absoluter Hitze-Hotspot - DWD meldet Temperatur-Rekord
Altstadt von Kitzingen. In der unterfränkischen Stadt ist es im Sommer oft sehr heiß.
Altstadt von Kitzingen
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Der Deutsche Wetterdienst hat in einer Stadt in Franken im vergangenen Jahr den Hitze-Rekord des gesamten Freistaats gemessen. Sie fällt nicht zum ersten Mal auf.

Der bayerische Sommer 2025 zählt zu den zehn heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen – und auch in diesem Jahr setzt sich die Hitze fort. In den kommenden Tagen soll es laut Vorhersagen vielerorts wieder weit über 30 Grad warm werden, und das im Schatten.

Eine Stadt in Franken knackt dabei regelmäßig Hitze-Rekordwerte. Aber sie ist nicht der einzige Hotspot. Bereits 2024 hat die Deutsche Umwelthilfe vor "Hitzehöllen" gewarnt - und sechs Städte in Franken angemahnt, mehr in Schutz zu investieren. Der bis Mitte Juli 2023 bundesweit heißeste Ort lag im Kreis Erlangen-Höchstadt.

Warum ist es in Kitzingen so heiß? DWD-Experte mit Erklärung 

Kitzingen, mainaufwärts knapp 20 Kilometer östlich von Würzburg gelegen, war im vergangenen Jahr am 2. Juli mit 39,1 Grad nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der heißeste Ort in Bayern. Schon früher fiel Kitzingen auf: Am 5. Juli 2015 registrierte die dortige DWD-Messstation 40,3 Grad - damals ein bundesweiter Rekord seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen 1881. "Aufgrund der dichten Bebauung in Kitzingen (gerade in der Altstadt) wirkt die lokale Hitzebelastung noch größer", heißt es bei der Stadt. Viele versiegelte Flächen, wenig Grün und dunkler Asphalt führen zu Wärmeinseln.

Dadurch ist es in der Stadt deutlich wärmer als im Umland. Dass es vor allem in Unterfranken oft sehr heiß ist, liegt Meteorologen zufolge unter anderem an der Höhe. Der Regierungsbezirk ist die niedrigste Region Bayerns, Kitzingen liegt etwa 200 Meter über dem Meeresspiegel. Zudem ist es dort deutlich trockener als im Süden. Nachts sammelt sich die kalte Luft im Maintal, erklärt Lothar Bock von der Abteilung Klimatologie des DWD in München. "Wenn dann sommerlich warme Wetterlagen da sind, dann erhitzt sich die Luft natürlich schneller als im Maintal."

Durch den sehr trockenen Boden "kann kaum etwas verdunsten und dann fehlt diese Verdunstungsabkühlung". Dadurch wird es noch wärmer. Auch die geografische Lage ist entscheidend. Kitzingen liegt zwischen den Gebirgszügen Spessart im Westen und dem Steigerwald im Osten in einem Kessel. An der windabgewandten Seite des Spessarts gibt es weniger Niederschlag - und das trifft den Untermain, erklärt DWD-Experte Bock. Am häufigsten regnet es in Unterfranken in den Mittelgebirgslagen von Spessart und Rhön, in den Weinanbaugebieten am seltensten, wie Wissenschaftler der Universität Würzburg in ihrem "Klimabericht für Unterfranken" schreiben.

"Wichtiger Faktor": Was können Städte und Privatpersonen gegen Hitze tun?

Hinzu kommen häufige Westwindlagen. Auch in Kitzingen kommt kühlende Frischluft vor allem aus Westen. Doch die Bebauung dort ist ein Hindernis für die Luftzufuhr – die Frischluftschneise ist schlicht zugebaut. Doch nicht nur die Unterfranken sind hitzegeplagt. Rund um Regensburg und direkt am Bodensee ist es auch oft sehr warm, erklärt Bock. "Die warme Luft kommt meistens aus Südwesten. Das erwischt natürlich dann erstmal den Bodenseeraum, und deswegen ist es da besonders warm."

Der Bodensee befindet sich in einer sogenannten Beckenlage, umringt von Höhenlagen wie dem Allgäu. Das begünstigt höhere Temperaturen. Regensburg wiederum ist eine relativ trockene Region. Das Umland mit der Fränkischen Alb, aber auch dem Bayerischen Wald, bildet eine Regengrenze. "Gegen den meteorologisch-klimatologischen Umstand können wir unmittelbar wenig machen", sagt Klimafachmann Bock. "Bäume helfen immer, natürliche Beschattung ist ein wichtiger Faktor." Zu Hause schützen Außenjalousien besser vor Hitze als Innenjalousien.

Nach Angaben des Bundes Naturschutz in Bayern wirken Straßenbäume und Parks wie natürliche Klimaanlagen: Sie spenden Schatten und senken durch Verdunstung die Umgebungstemperatur. Doch in Bayerns Städten gehen weiterhin viele Bäume verloren. Zwischen 2012 und 2022 sind in den größten Städten bis zu 300.000 Bäume verschwunden, rund 250.000 sind im selben Zeitraum nachgepflanzt worden.

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