Stolz ist durchaus angebracht, schließlich ist in einer Stellungnahme der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern vom 5. Dezember 2003 zu lesen, dass weder in den Freilichtmuseen in Fladungen noch in Bad Windsheim eine solch authentische Dokumentation der fränkischen Siedlungsform besteht wie in Mönchsondheim.

Renovierung läuft

Zahlreiche Übernahmen aus Erbschaften und Erwerbungen trugen zur ständigen Erweite-rung des Museums bei. Im Jahr 2000 wurde zum Anlass der damaligen 900-Jahr-Feier des Dorfes ein Gedenkstein gelegt. Renovierungen und Neugestaltungen führten zu interessanten archäologischen Funden.

Parkplätze für die zahlreichen Besucher wurden erweitert und neu erstellt. Seit 1990 kommen jährlich 20 000 Besucher nach Mönchsondheim.
Zur Erleichterung der Anfahrten aus der nächsten Umgebung und den umliegenden Bahnhöfen wurde 2008 der Kirchenburgexpress ins Leben gerufen.

Mittlerweile sind an die 20 000 Objekte digital erfasst worden. Auch das Bilderarchiv will gepflegt und erweitert werden. Ebenso verändern sich mit der Zeit die Ansprüche der Tou-risten. Immer mehr Sonderführungen werden angeboten.
Im Rahmen der laufenden Renovierung werden auch die Wege behindertengerechter und für Rollatornutzer gestaltet. Die Kosten für dieses imposante Projekt trägt mit 1,4 Millionen Euro die Stadt Iphofen. Zuschüsse von öffentlichen Trägern belaufen sich auf 604 000 Euro.

"Wir machen keine Schulden", betont Hüßner, "wir geben soviel aus wie wir haben." 340 000 Euro hat das Museum letztes Jahr durch Einnahmen und Spenden erhalten. 340 000 Euro sind ausgegeben worden. Darunter sind allein an Stromkosten 10 000 Euro enthalten. Diese sollen sich durch die Umstellung auf LED-Beleuchtung erheblich reduzieren.

Von klein auf dabei

Nach all diesen Erläuterungen und Kassenberichten begann die Wahl zum neuen Vorsitzenden. 201 Mitglieder hat das Museum aufzuweisen. Davon hatten knapp die Hälfte schon per Briefwahl ihre Stimmen abgegeben. Am Ende der Auszählung wurde Reinhard Hüßner eindeutig in seinem Amt bestätigt. Schriftführer bleibt Reinhold Danzig, im Ausschuss bleibt ebenfalls Karl Hassold. Neu in den Ausschuss wurden Wolfgang Beyl, Anita Volland und die beiden jüngsten, Andrea Linz und Heike Wolf, gewählt. "Seit wir laufen können, tanzen wir mit", bestätigten die beiden jüngsten Neuzugänge ihre langjährige Verbindung zum Museum.

Die Neufassung von Paragraph 13 der Vereinssatzung wurde einstimmig per Akklamation beschlossen: Im Falle der Auflösung des Vereins, aus welchem Grund auch immer, sollen die vorhandenen Objekte nicht dem Landkreis Kitzingen, sondern der Stadt Iphofen zukommen. Wir bekennen uns zu unserem Museum", bekräftigte Bürgermeister Josef Mend (FW) und dankte der Bevölkerung für die tatkräftige Beteiligung am Gelingen und Wirken des Muse-ums: "Bleiben Sie aktiv! Das Museum braucht's!"

Reinhard Hüßner bedankte sich bei Hildegard Rückert für lange 50 Jahre Bewirtung im Gasthof Krone, der einzig bestehenden Dorfschänke, mit Blumen und einer Erinnerungsmedaille. Und wünschte der neuen Pächterfamilie Käppner ebenso viel Erfolg und Konstanz für die Zukunft.