Das Wiesentheider Gymnasium ist stolz auf seine Nachwuchs-Forscher. Mit Niklas Graf und Ludwig Lang erreichten zwei Schüler Platz drei beim Wettbewerb „Jugend forscht“ auf Bezirksebene. Sie schafften es in der Sparte „Technik“ mit ihrem Taschen-Mikroskop für ein Smartphone, das die beiden Siebtklässler bauten.

Schulleiter Achim Höfle und der zuständige Lehrer Matthias Mann hoben die Leistung der beiden hervor. „Wir sind stolz, dass es ein dritter Platz geworden ist. Bei so etwas an der Stange zu bleiben, ist wichtig, aber nicht so einfach“, meinte er Schulleiter. Dem Lehrer als Ansprechpartner komme hier eine wichtige Rolle zu, der die Schüler unterstütze und motiviere. Viele würden zwar von Technik reden, man müsse jedoch die Schüler erst einmal dazu begeistern, so etwas anzugehen.

Beim Wettbewerb der Nachwuchs-Forscher nahmen diesmal 85 Schüler in Unterfranken teil. Sie präsentierten 55 Projekte in den Fachgebieten.  Eines davon ist „Technik“, wo die beiden Siebtklässler erfolgreich waren. Studiendirektor Matthias Mann zeigte sich über die gute Platzierung sehr zufrieden. „Das ist umso höher zu bewerten, weil der Bereich Technik die meisten Teilnehmer hatte. Insgesamt ist es nicht so leicht, einen Preis zu gewinnen, weil das Niveau bei dem Wettbewerb schon sehr hoch ist. Da kann man nicht einfach schnell mal was abgeben“, erläuterte er.

Neben dem Mikroskop seien vor allem der schriftliche Ausarbeitung, und der Vortrag, den Niklas und Ludwig als Power-Point-Präsentation erstellten, aufwändig gewesen.

Mit einem kleinen Grüppchen fing es an

Am Steigerwald-Landschulheim ist Matthias Mann für den Wahlkurs „Jugend forscht/Schüler experimentieren“ zuständig. Von einem kleinen Grüppchen ist die Forscher-Truppe auf mittlerweile etwa 30 Schüler von der fünften bis zur siebten Jahrgangsstufe gewachsen, die mitmachen.

Den Pädagogen freute es, dass neben Niklas Graf und Ludwig Lang zusätzlich noch Karla Schneider und Linus Wagner, sowie Oliver Uhl, Mark und Fabian Köhler, mit einem Sonderpreis beim Wettbewerb ausgezeichnet wurden. Sie hatten sich dem Thema „Einfaches Smartphone-Mikroskop im Schuleinsatz“ gewidmet.

Ab in die heimische Werkstatt

Für Niklas und Ludwig war zunächst die Überlegung, wie man ein Mikroskop und die Ausrüstung immer in der Tasche dabei haben könne, auch beim Spaziergang mit der Familie in der Natur. Sie hatten sich ein klappbares Untergestell als Konstruktion, dazu ein Stativ vorgestellt. Dazu sollte eine LED-Lampe für den Durchblick sorgen.

Eine Anleitung zum Bau fanden Niklas und Ludwig zwar im Internet, die Umsetzung gestaltete sich zunächst jedoch als schwierig. Mit einigem Tüfteln und Probieren in der heimischen Werkstatt gelang es den beiden, ihren Plan erfolgreich fertig zu stellen.

Vereinfacht dargestellt, funktioniert es so: Das Smartphone wird mit einem Stecker oben auf das gebaute, durchsichtige, klappbare Untergestell befestigt. Von unten sorgt die LED-Lampe für Licht. Auf die Fläche wird dann das Objekt gelegt, das mithilfe des Mikroskops und dem zusätzlichen Zoom des Handys den jeweiligen Gegenstand bis zu 25mal vergrößert. Dass es funktioniert, bewiesen die beiden kurz beim Termin.

Das Tüfteln und der Erfolg hat die beiden Jungs motiviert. „Es ist zwar viel Aufwand, aber wir können uns schon vorstellen, nächstes Mal wieder bei Jugend forscht teilzunehmen“, meinten Niklas und Ludwig. Ein Projekt zu finden, dürfte für sie und ihren Lehrer nicht so schwierig sein.