Die Arbeiten für die Kindergartenerweiterung liegen im Zeitplan. Abbruch, Rohbau und Zimmererarbeiten seien abgeschlossen, informierte Bürgermeister Peter Kraus in der jüngsten Stadtratssitzung. "Wir gehen davon aus, dass der Erweiterungsbau ab Mitte Oktober genutzt werden kann."

Keine Einwände hatte der Stadtrat zu den aktuellen Bauleitverfahren der Stadt Iphofen und der Gemeinde Rödelsee. Mit einem Augenzwinkern mahnte Stadtrat Herbert Friederich jedoch bei Rödelsee zur Vorsicht. "Wenn das so weitergeht, gemeinden die uns noch ein." Hintergrund war die Ausweisung des großen Rödelseer Baugebiets "Am Schwanberg".

Für die Umgestaltung des Turngartens vergab der Stadtrat den Auftrag für die Garten- und Landschaftsbauarbeiten an eine Würzburger Firma für die Angebotssumme von rund 237 000 Euro. Die Kostenschätzung hatte sich auf rund 226 600 Euro belaufen.

Mobile Metzgerei 

Nichts dagegen hatte der Stadtrat, dass ein mobiler Verkaufswagen einer Metzgerei aus Geiselwind einmal wöchentlich in Mainbernheim Fleisch- und Wurstwaren anbietet. Eventuell könnte der Rasenplatz neben dem alten Feuerwehrhaus ein geeigneter Platz sein.

Die CSU-Fraktion hatte sich über Vor-Ort-Termine Gedanken gemacht. Auslöser waren unter anderem Entscheidungen zum Turngarten, wo der überarbeitete Plan nicht nochmals auf dem Ratstisch gelegen habe, und zu einem Baum in der Kellergasse. Unter anderem bat die Fraktion darum, hier rechtzeitig Unterlagen zu bekommen, eventuell direkt betroffene Anliegerinnen und Anlieger mit einzuladen, künftig keine Entscheidungen vor Ort zu treffen, Entscheidungen auch nicht unter Zeitdruck zu treffen, sondern erst bei Vorlage der überarbeiteten Pläne abzustimmen.

Verständnis für Maßnahmen wecken

Bürgermeister Peter Kraus bat um Verständnis, dass es nicht immer möglich sei, dazu Unterlagen bereits zur Fraktionssitzung zur Verfügung stellen zu können. Direkt vor Ort Betroffene zu Terminen einzuladen, das sei bei Maßnahmen zum Beispiel in der Altstadt unverzichtbar, weil zum Beispiel durch den Wegfall von Parkplätzen in langjährige Gewohnheiten eingegriffen werde und für solche Maßnahmen auch erst Verständnis geweckt werden müsse, sagte Kraus. Mit direkt Betroffenen werde auch schon in der Planungsphase gesprochen, versicherte der Bürgermeister.

Dass bei Ortsterminen keine Abstimmung erfolgen solle, erscheint dem Bürgermeister als zu generell. Wenn Einigkeit bestehe, könne man abstimmen. Bestünden unterschiedliche Meinungen, dass sollten die Argumente für und wider natürlich nochmals überdacht werden.

Grafiken oder Bilder anfügen

"Wir haben nicht viel falsch gemacht in den vergangenen Jahren", zog Bürgermeister Kraus sein Fazit. Den Antrag der CSU betrachte er gleichwohl als Anregung.

Für Marc Poser ist es auch wichtig in diesem Zusammenhang, zu sehen, dass die Planerinnen und Planer auch die Anregungen eingearbeitet haben. Melanie Jäger regte an, künftig Grafiken oder Bilder ans Protokoll zu hängen. Als Beispiel nannte sie die Pflasterauswahl. Es helfe nämlich wenig, wenn im Protokoll vom "zweiten Kasten von links" zu lesen sei.