• Naila: Frankenwälder Brauhaus meldet Insolvenz in Eigenverwaltung an
  • Drei Brauereien unter einem Dach: Unternehmen wirtschaftlich angeschlagen
  • Brauereichef beklagt enorme Umsatzeinbußen durch Pandemie: "Wir sind ein Corona-Opfer"
  • Geschäftsführer sieht "Herzensprojekt" in Gefahr - hohe Rohstoffpreise erschweren Lage zusätzlich

Das Frankenwälder Brauhaus in Naila (Landkreis Hof) befindet sich gegenwärtig in einer wirtschaftlichen Krisensituation. Das oberfränkische Unternehmen, das sich aus den drei ehemals eigenständigen Brauereien Frankenwälder Bürgerbräu, Gottsmannsgrüner und Ahornberger Landbier zusammensetzt, hat Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Auslöser waren laut dem Brauereichef massive Einbußen infolge der Corona-Krise. "Wir haben im Gastronomie- und Festbereich sehr viel Umsatz verloren", berichtet Geschäftsführer Walid Aziz inFranken.de. 

Naila: Frankenwälder Brauhauhaus in der Krise - Inhaber sieht "keine Perspektive"

Mit den zahlreichen pandemiebedingten Absagen von Festen und Veranstaltungen sei dem Frankenwälder Brauhaus das Hauptumsatzfeld weggebrochen, hält Aziz fest. "Das ist das Problem schlechthin. Wir sind ein Corona-Opfer - ganz klar." Im Schnitt seien rund 25 Prozent Umsatz verloren gegangen. Die hohen Rohstoffpreise erschwerten die ohnehin schon kritische Lage zusätzlich. "Egal, ob Wasser, Malz, Kronenkorken oder Etiketten - solche Preissprünge habe ich persönlich noch nicht erlebt", sagt Aziz. 

Der Geschäftsmann, der im Hauptberuf ein Unternehmen im Transport- und Logistikbereich leitet, sieht die Zukunft "seines" Brauhauses offenbar ernsthaft gefährdet. "Für mich war das immer ein Herzensprojekt", sagt Aziz. Wie es für den Brauereibetrieb und seine derzeit 16 Mitarbeiter weitergeht, ist aktuell ungewiss. "Ich sehe keine Perspektive - trotz aller Lockerungen, die gerade gemacht werden." 

Mit der sogenannten Insolvenz in Eigenverwaltung indes behält das Braunhaus die Zügel vorerst selbst in der Hand. "Wir sind nicht zahlungsunfähig", betont Aziz. "Das ist keine normale Insolvenz." Seinen Lieferanten und Kunden sei er es gleichwohl "schuldig" gewesen, den Schritt zu gehen. Dennoch: "Das war eine harte Entscheidung, die ich mir nicht leicht gemacht habe." 

Brauereichef überzeugt: "Nach Corona wird nichts mehr so sein wie vor Corona"

In Abstimmung mit einem externen Sanierer will der Brauereichef nun über die nächsten Schritte beraten. "Gemeinsam versuchen wir, an einer Lösung zu basteln - wie immer auch die aussehen mag." Wie es mit seinem Betrieb konkret weitergeht, wisse auch er selbst noch nicht genau. "Feststeht: Nach Corona wird nichts mehr so sein wie vor Corona", sagt der Brauhaus-Geschäftsführer.

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