Alles, was in einem Wohnhaus etwas wert und nicht niet- und nagelfest war, war ab- und ausgebaut worden. Kupferdachrinnen, Wendeltreppe, Einbauküche, Duschkabine, Satelliten-Empfangsgerät, Deckenleuchten, die gesamte Heizungsanlage inklusive Solarkollektoren und Heizungskessel, sogar Steckdosen - alles abmontiert und mitgenommen. Das Amtsgericht in Haßfurt sah es aufgrund einer Zeugenaussage als erwiesen an, dass die ehemalige 49-jährige Eigentümerin des Hauses dahintersteckt. Sie wurde daher wegen Unterschlagung zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Hoffnungslos überschuldet

Natürlich hatte die Aktion eine Vorgeschichte. Da die Angeklagte und ihr damaliger Ehemann hoffnungslos überschuldet waren, kam das Anwesen im September 2010 unter den Hammer.