Hier geht's ganz schön eng zu. Der Bauausschuss der Gemeinde Pfarrweisach begutachtete bei der Sitzung am Mittwoch das "Nadelöhr" an der Einmündung der Lohrer Straße in die Bundesstraße 279. Vor allem Omnibusse haben dort Schwierigkeiten beim Einfahren in die Bundesstraße, weil der Einmündungsbereich sehr eng ist. Bürgermeister Ralf Nowak (ULB) hatte eigens einen Bus "gechartert", um die Situation realistisch darstellen zu können.

Vor Ort erläuterte der Bürgermeister, dass aufgrund der beengten Verhältnisse an der betreffenden Einfahrt ein größeres Fahrzeug die gesamte B 279 versperrt, wenn es in dort einbiegen möchte. Wie sich die Situation in der Praxis darstellt, konnten die Mitglieder des Gremiums, der Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Ebern, Ernst Hassler, und Bauamtsleiter Martin Lang bei einer Demonstration mit dem Bus sehen.
"Wollen wir diese Situation verbessern?", fragte Bürgermeister Nowak.



Einfache Lösung

Er erläuterte, dass eventuell die Möglichkeit des Rückbaus eines Anwesens im Einmündungsbereich machbar sei, um die Verkehrsfläche sei und somit der "Einmündungstrichter" wesentlich erweitert werden könnte, was das Einfahren in die Bundesstraße wesentlich erleichtern könne.

Bauamtsleiter Martin Lang erklärte, dass hier das Staatliche Bauamt mit "ins Boot" genommen werden müsse. Laut Aussage des Bauamtes in Schweinfurt wäre diese Maßnahme auch förderfähig.


Formeller Weg

Lang und Hassler zeigten den Gemeinderäten den formellen Weg zu dieser Maßnahme auf. Zunächst müsse eine Vorplanung erfolgen. Dazu sei es aber erst einmal Voraussetzung, dass der Gemeinderat sich damit anfreunden könne. Nach einer Diskussion, bei der auch nach den Kosten gefragt wurde, die aber noch nicht zu beziffern sind, beschloss der Bauausschuss dem Gemeinderat zu empfehlen, eine Verbesserung der Situation anzustreben, indem ein Rückbau/Abriss des Gebäudes mit der Hausnummer 7 angestrebt werden soll.

Eine Ortseinsicht fand auch im Friedhof in Pfarrweisach statt. "Wir wollen uns Gedanken über die künftige Gestaltung unseres Friedhofes machen", sagte der Bürgermeister. Eventuell müsse deshalb auch die Friedhofssatzung geändert werden. Bestattungsmöglichkeiten wie Urnengräber machten dies notwendig.

Hierzu erläuterten die Vertreter der Verwaltung, dass mit der vorhandenen Satzung schon Änderungen hinsichtlich der Belegung und Gestaltung der Gräber vorgenommen werden könnten. Sinnvoll wäre es, einen Plan für die Friedhofsgestaltung erarbeiten zu lassen. Der derzeitige Gräberbestand wäre davon nicht berührt, hieß es. Martin Lang schlug vor, eine Vermessung vornehmen zu lassen, um einen Überblick für Gestaltungsmöglichkeiten in der Zukunft zu erlangen. Beginnen könne man damit, so der Bürgermeister, von Kreisfachberater Ulsamer eine Skizze für einen Veränderungsentwurf erstellen zu lassen. Damit zeigte sich der Bauausschuss einverstanden. Ausgebessert werden soll "noch heuer", so Ralf Nowak, der Glockenturm am Leichenhaus.


Pläne fürs Bahnhofsgelände

Nachgedacht wurde über Innenentwicklungsflächen der Gemeinde Pfarrweisach. Deshalb wurde das Areal am ehemaligen Bahnhofsgelände, westlich des Feuerwehrgerätehauses/Bauhofes in Augenschein genommen. Wie Bürgermeister Ralf Nowak sagte, bestehe das Kaufinteresse einer Privatperson, zumindest für eine Teilfläche. Das Gelände könne, so Nowak, auch vom Landkreis erworben werden.

Es entstand eine Diskussion darüber, was man sich dort künftig vorstellen könne. Diese brachte Bauamtsleiter Martin Lang auf den Punkt, indem er sagte, dass zunächst das Gelände einer Bauleitplanung zugeführt werden sollte, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie man künftig damit umgehen wolle. Weil es hieß, dass schon konkrete Vorstellungen angedacht seien, verwies Verwaltungsleiter Ernst Hassler auf die Planungshoheit der Gemeinde. Das Gremium beschloss, dass das Gelände "überplant" werden soll, um zu einem Nutzungs- und Bebauungsplan zu kommen.

Bereits beschlossen ist vom Gemeinderat, für die Erneuerung der Tore am Feuerwehrgerätehaus in Junkersdorf 6500 Euro zur Verfügung zu stellen. Gewiss kein Luxus, wie der Bauausschuss vor Ort feststellte. Die alten Tore sind laut Kommandant Uwe Kern 50 Jahre alt. Der Austausch soll noch in diesem Jahr erfolgen.


Neue Schautafel

Das Bürgerzentrum in Kraisdorf erhält eine Schautafel mit einem abschließbaren Fenster, hinter dem gemeindliche Nachrichten ausgehängt werden und einem offenen Fenster, in dem Vereine ihre Veranstaltungen ankündigen können. 1200 Euro stellt die Gemeinde für die Anschaffung zur Verfügung, der Rest ist von Vereinen zu tragen.

Für das Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) wurden die Grundschule mit Sporthalle in Pfarrweisach und das Rathaus angemeldet, die energetisch saniert werden sollen. Die Kosten für Grundschule und Sporthalle nannte Martin Lang mit 1,2 Millionen Euro, die für das Rathaus mit 290 000 Euro. Summen, die aufhorchen ließen. Verwaltungsleiter Hassler: "Wenn die Gemeinde aus dem Programm gefördert wird, wird das ein hoher Prozentsatz sein."

Bürgermeister Nowak gab noch bekannt, dass für das Bürgerzentrum Kraisdorf ein Zuwendungsbescheid für Heizung und Solar mit der Fördersumme von 5450 Euro eingegangen ist.