Sri Lanka, ein Land der krassen Gegensätze: Chaotisches, großstädtisches Verkehrsgewühl ohne erkennbare Regeln neben endlosen und einsamen weißen Stränden - jahrtausendealte Denkmäler altasiatischer Kulturen neben riesigen naturbelassenen Nationalparks - ein vom Tourismus geprägter Süden neben dem vom erst kürzlich beendeten Bürgerkrieg malträtierten Norden.
Auf ihren Drahteseln kurvten Inge und Manfred Wagner aus Königsberg, beide 57, fünf Wochen lang rund 2000 Kilometer kreuz und quer durch das frühere Ceylon. Vom kalten deutschen Winter fliegen sie im Februar in ein Land nahe dem Äquator, wo schwüle Hitze herrscht. Schnell bemerkt das oft schwitzende Radelpaar mit den voll gepackten Rädern, dass die Menschen mit der dunklen Hautfarbe chronisch gut gelaunt sind. Zumeist ist das nicht gespielt oder aufgesetzt.