Das Sander Blasorchester will die - geforderten und inzwischen geleisteten - Zahlungen an die Künstlersozialkasse nicht hinnehmen und verlangt sein Geld zurück. Dabei soll eine Petition helfen, die der Musikverein unterstützt.

Manche, vor allem große Musikvereine müssen sich derzeit einer Überprüfung durch die Deutsche Rentenversicherung im Auftrag der Künstlersozialkasse (kurz: KSK) unterziehen. Das Blasorchester in Sand hat trotz heftiger Proteste und zahlloser Widersprüche rückwirkend für die vergangenen sechs Jahre 9500 Euro an die KSK zahlen müssen; 500 Euro wurden zudem noch nachgefordert, wie der Verein mitteilte.

Hintergrund der KSK-Forderungen ist, dass Blaskapellen als Musikschulen eingestuft werden können. Um sich von diesen Forderungen in Zukunft zu befreien, musste das Blasorchester seine Ausbildung einstellen und an eine Musikschule aus dem Landkreis Haßberge übertragen, die sich nun um den Instrumentalunterricht kümmert.

Geld zurück?


Mit Unterstützung des Nordbayerischen Musikbundes will der Sander Musikverein sein Geld zurückbekommen. Der Musikbund richtet eine Massenpetition an den Deutschen Bundestag mit dem Ziel, dass gemeinnützige Vereine von der Abgabenpflicht befreit werden. Die Petition liegt in der Gemeindeverwaltung in Sand aus. Weiterhin kann man sie auch online unterstützen - der entsprechende Link lautet: http://www. nbmb-online.de/links/ksk.
Der Verein bittet die Bürger, dass sie die Petition unterstützen.

Der Vorstand des Blasorchester Sand mit Vorsitzendem Bastian Hümmer und seinem Amtsvorgänger Dirk Rückert sowie Zweitem Vorsitzenden Mathias Mitrach übergab dieser Tage Unterlagen zu dem Thema an den Präsidenten des Nordbayerischen Musikbundes, Manfred Ländner. Die Unterlagen beinhalten alle Dokumente, die im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung mit der Künstlersozialkasse entstanden sind.