Insgesamt waren die Eltmanner Ratsmitglieder und Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) bei der Abnahme am Montag mit dem neue Altstadtparkplatz sehr zufrieden. Dieser war wegen der Fördermittel-Frist unter großem Zeitdruck entstanden.

Parkplätze sind in der Eltmanner Innenstadt Mangelware. Um den Marktplatz zu entlasten, nutzte die Stadt die Gelegenheit, auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei und des benachbarten Anwesens einen neuen Parkplatz zu schaffen, zwei Gehminuten von Marktplatz, Stadthalle und Stadtpfarrkirche entfernt. 23 Stellplätze entstanden hier.

Das gesamte Viertel gewinne dadurch an Offenheit, erklärten Mitglieder des Bauausschusses, vor allem wenn die gepflanzten Bäume noch etwas größer werden. Über 80 Prozent der Kosten werden von der Städtebauförderung getragen.

Erschließungsplanungen

Am Wallburgturm überzeugte sich der Ausschuss vom Fortgang der Sanierung des Türmerzimmers, in das Türmer Reiner Reitz auch viel Eigenleistung investiert. Dafür und dass er regelmäßig an Sonntagen mit schönem Wetter das Eltmanner Wahrzeichen für Besucher zugänglich macht, galt ihm der Dank des Bürgermeisters. Wenn auf dem Wallburgturm die Fahne weht, dann ist der Turm offen und begehbar.

Im Rathaus beschäftigte sich der Bauausschuss mit den Erschließungsplanungen für das Baugebiet "Am Hahn II" mit dem dazugehörigen Rückhaltebecken und für das Gewerbegebiet "In der Au". Diese Fläche ist die letzte Reserve am Rand des Industriegebiets, wegen der Nähe zur Autobahn und durch Hochspannungsleitungen aber in Teilen bezüglich der Bebauung eingeschränkt. Auf etwa 9000 Quadratmetern könnten daher maximal Garagen errichtet werden oder Lagerplatz entstehen. Weitere 27 750 Quadratmeter sind jedoch uneingeschränkt mit Betriebsgebäuden bebaubar.

Der Bauausschuss entschied sich für eine direktere Zufahrt. Die Erschließungsplanung sieht vorerst nur die Straße vor. Parzellen werden nach Wünschen möglicher Interessenten eingeteilt.

Anders ist das beim Baugebiet "Am Hahn II": Hier entstehen 26 Bauplätze, deren Lage schon feststeht "und die auch schon alle vorreserviert sind", erklärte Bürgermeister Ziegler. Es gebe sogar schon eine Nachrückerliste. Da nun die Erschließungsplanung vorliegt, wisse man auch, dass die Erschließung rund 850 000 Euro kosten wird.

Keine neue Treppenanlage beim Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhaus Weisbrunn möglich

Weil die Außenbereichsplanung noch nicht vorlag, konnte sich der Bauausschuss nicht abschließend mit der Sanierung des Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhauses Weisbrunn beschäftigen. Zum Gebäude, dessen neue Gestaltung mit Holzfassade bereits beschlossen wurde, erklärte Bürgermeister Ziegler, dass leider keine neue Treppenanlage eingebaut werden könne. Eine neue Treppe müsse den DIN-Normen entsprechen. Nach der Arbeitsstätten-Richtlinie müsse eine Treppe nach 18 Stufen ein Podest haben. Das sei aber im vorhandenen Treppenhaus aus Platzgründen nicht zu realisieren. Die vorhandene Treppe, die mehr Stufen bis zum Podest hat, genieße Bestandsschutz. Damit entfalle auch der kleine Abstellraum, der neu entstehen sollte.

Mit verschiedenen Verkehrsregelungen hatte sich der Bauausschuss in der August-Sitzung beschäftigt. Dazu lagen mittlerweile die Stellungnahmen der Verkehrsbehörden vor. An der Einfahrt in die Siedlung "Sandwühl" in Limbach würde die Beschilderung genügen, erklärten die Fachleute. Die Stadträte hatten überlegt, ob man deutlicher auf den querenden Maintal-Radweg hinweisen sollte.

In der Landrichter-Kummer-Straße will die Stadt durch Absenkung des Gehwegs die Querung in Richtung Marktplatz erleichtern. Eine vom Bauausschuss gewünschte Markierung auf der Staatsstraße werde es jedoch nicht geben, teilten Landratsamt und Staatliches Bauamt mit. Dafür gebe es keine rechtliche Grundlage.

Kritik an Stellungnahme des Landratsamtes

Ebenfalls abschlägig beschieden wurde der Wunsch nach einer Geschwindigkeitsbeschränkung am Ortsausgang Eltmann in Richtung Trossenfurt. Der störende Lärm hier werde vor allem von Lkws und Zweirädern verursacht. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 würde die Lkws nur geringfügig bremsen und daher wenig bringen.

"Die Zweiräder aber schon mehr. Darauf geht das Landratsamt aber dann gar nicht mehr ein", kritisierte Dritter Bürgermeister Peter Klein dessen Stellungnahme. Eigentlich, meinten die Bauausschussmitglieder, müsste das Ortsschild bis zur letzten Einfahrt am Kaltengrund versetzt werden, aber auch dieses Ansinnen hat keine Chance auf Realisierung. Nun soll zumindest das stadteigene Mess-Schild immer wieder für einige Zeit dort aufgestellt werden.

Abschließend informierte Bürgermeister Ziegler darüber, dass für eine Versuchsphase von drei Monaten zwischen Freibad und Schulparkplatz eine Fußgänger-Ampel installiert wurde. Anschließend würden die Ergebnisse ausgewertet.

Grundsätzlich sei die Ampel sehr begrüßenswert, erklärte Zweiter Bürgermeister Hans-Georg Häfner. Allerdings werde ihre Funktion durch unvernünftig anhaltende Elterntaxis stark eingeschränkt. Manchmal komme der Verkehr durch solches Verhalten komplett zum Erliegen. Das geltende Halteverbot im Ampelbereich werde weitgehend ignoriert.