Dabei wurden schon sommerliche Gefühl geweckt und natürlich die bevorstehende Wahl aufgespießt. Auf einem "Traumschiff" sind nicht nur die Leinen, sondern auch die Narren los. Die Akteure griffen zumeist lokale Begebenheiten auf, wobei so manches "Geheimnis" offen gelegt wurden.



Erst waren die Leinen, dann die Narren los. "Nimm mich mit Kapitän auf die Reise", lautete das Motto auf dem Traumschiff "MS Rentweinsdorf" am Freitag und Samstag im Marktsaal, das keinem Geisterschiff glich, wie es die Treinfelder Dorfdeppen am Ende anklingen ließen. Proppenvoll war der Saal, wo die Rettungsboote unerreichbar an der Decke hingen,wie Kapitän Dieter Fürth ("der Sascha Hehn für Arme", so Steffi Sperber) gleich zu Beginn als Sicherheitshinweis ausgab.

Dabei schwappten die Stimmungswogen mehrere Stunden lang durch den Saal. Freilich wurden auch schwere Geschütze auf Kriegsschiffen ausgefahren. Die Ziele lagen im Norden: in Ebern. So bekam Stadtpfarrer Rudolf Theiler sein Fett weg, weil er gegen den Weihnachtsmarkt am Volkstrauertag ist. "Verbotene Bratwörscht schmecken aber am besten", schnalzten die Ehepaare Neubauer und Sperber mit der Zunge. Auch die neue Verkehrsregelung kam zur Sprache: "Des Chaos beherrscht ja noch nicht einmal die Polizei."

Mehrere Akteure stimmten auch den Abgesang auf Bürgermeister Willi Sendelbeck an, der "reif für die Insel" erklärt wurde und bei einem Sketch der "Spezialisten" selbst in die Jury aufrückte und sich als "Kapitän von und zum Kappellsee" aus dem Rennen kegelte. Dabei kam sogar FC-Platzwart "Ditzi" besser weg: "Er kann nix, er will nix, er macht nix, wie unser amtierender Bürgermeister."