Haßfurter Tattoo-Studio hofft auf Wiedereröffnung: Lucia Schüßlers Tattoo- und Piercing-Studio in Haßfurt ist seit November 2020 geschlossen. Da jetzt Frisöre und andere sogenannte "körpernahe Dienstleistungen" den Betrieb wieder aufnehmen, ist die Hoffnung auf eine Wiedereröffnung groß. Bereit wäre "Luci's Tattoo Studio" jederzeit.

Seit der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch (3. März 2021) herrscht viel Betrieb in Lucia Schüßlers Tattoo-Studio in Haßfurt. "Das Telefon steht nicht mehr still", erklärt Schüßler inFranken.de. Der Grund dafür? Der Bund-Länder-Beschluss enthält die Öffnung der "bisher noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungsbetriebe". Genau definiert sind diese Betriebe aber noch nicht.

Nach neuem Bund-Länder-Beschluss: Haßfurter Tattoo-Studio hofft auf Wiedereröffnung

Für Lucia Schüßler ist es in jedem Fall beruhigend, dass ihr Studio bei Wiedereröffnung normal laufen würde. Schließlich haben Kunden vom letzten Jahr ihre Termine noch und die Nachfrage ist riesig. Die normale Wartezeit für einen Tattoo-Termin liegt bei drei bis vier Monaten. Stellt man jetzt eine Terminanfrage, dauert es bis Oktober: "Der Terminplan ist voll."

Fehlt nur noch ein definitives Öffnungsdatum. Schüßler ist seit dem Bund-Länder-Beschluss aber hoffnungsvoll, denn Tattoo-Studios seien ohne Zweifel körpernahe Dienstleistungen. Auch weil Kosmetikstudios Leistungen wie Permanent-Makeup anbieten dürfen, geht das Studio davon aus, dass die Wiedereröffnung nicht mehr weit entfernt ist. Die damit verbundenen Corona-Auflagen stellen für das Haßfurter Studio kein Problem dar. "Wir waren schon im Arbeitsmodus", erklärt Schüßler. Denn seit das Studio im Lockdown zum Beispiel Click & Collect für Schmuck anbietet, sei es ohnehin immer besetzt. Außerdem werde seit Jahren sowieso nur mit Terminvergabe tätowiert. 

Die zusätzlichen Schutzmaßnahmen wurden längst auf Corona  angepasst. Beispielsweise werde sowieso immer dokumentiert, welche Kunden das Studio besuchen und Plexiglasscheiben sind ohnehin schon vorhanden. Neu wäre die Arbeit mit FFP2-Maske, wo vor dem Lockdown eine normale Stoffmaske ausgereicht hat. Außerdem ist vorgesehen, dass bei Arbeiten, bei denen der Kunde die Maske abnimmt, ein aktueller negativer Schnelltest des Kunden vorliegen muss. In Schüßlers Fall wären solche Tätigkeiten beispielsweise Piercings im Gesicht.

Haßfurt: Bei Wiedereröffnung liegt Wartezeit für ein Tattoo bei sieben Monaten

Die Pandemie hat Schüßlers Studio hart getroffen. Zwei ihrer vier Mitarbeiter mussten sich wegen der Schließung eine neue Arbeit suchen. Schüßler hofft deshalb sehr auf die baldige Wiedereröffnung: "Wir möchten einfach nur saubere und hygienisch einwandfreie Tattoos und Piercings anbieten können."

Bleibt die Frage, ob Tattoo-Studios denn nun zu den "körpernahen Dienstleistungen" zählen, die am 8. März wieder öffnen dürfen. Laut dem Landratsamt Haßberge kann hier nur die neue Infektionsschutzverordnung der bayerischen Regierung Klarheit bringen.

Einige bayerische TEDi-Märkte haben ihre Filialen bereits wiedereröffnet: In Franken mussten jedoch mehrere Filialen gleich wieder schließen. inFranken.de erklärt, was dahinter steckt.