Gut vorbereitet zeigten sich die Schüler der ersten und zweiten Klasse der Grundschule Burgpreppach, als es um Gesundheitsfragen ging. Die Kombiklasse der Grundschule Burgpreppach war für ein Gesundheitsprojekt ausgewählt worden, welches über vier Jahre gehen soll. Bei einer Einführungsveranstaltung wurde das Projekt jetzt vorgestellt.

Die Hände gingen der Mädchen und Buben gingen eifrig nach oben, als Peter Scheder, stellvertretender Direktor der AOK Schweinfurt, am Dienstagvormittag Fragen zur Kindergesundheit stellte. Seine Krankenkasse übernimmt die Patenschaft für die Grundschule Burgpreppach und so überreichte er als "Pate" für das Projekt "Klasse 2000" die Patenschaftsurkunde an Lehrerin Sabine Pascher.
Pascher, ihre Kollegin Silke Feulner und Rektor Alois Brandl zeigten sich erfreut über diei Aktion.


Obst und Gemüse

"Mit der Klasse 2000-Patenschaft bietet die AOK Schweinfurt den Schülerinnen und Schülern ein umfassendes Präventionsangebot. Ziel ist es, Grundschülern zu vermitteln, wie wichtig es ist, auf ihre eigene Gesundheit zu achten", sagte Scheder. Ob sie den wissen was gesunde Ernährung ist, wollte er von den Kindern wissen.
Die Hände der Erst- und Zweitklässler flogen nach oben. Gemüse und Obst wurden in vielerlei Varianten genannt. "Na ja, wir haben in der Klasse vorher schon über die Sachen gesprochen", sagt der siebenjährige Hannes aus Burgpreppach. Er sagte, er finde es "spannend", was die Aktion bringen wird, lächelte verschmitzt und sagte: "Wir wussten, dass heute jemand kommt der uns vielleicht was fragt."

Wer denn Sport treibe, wollte der "Pate" der Aktion weiter wissen. Aus den Mündern der Kinder sprudelten zahlreiche Sportarten hervor. "Ich spiele am liebsten Fußball", sagte Hannes und erklärte, dass er in der Abwehr stehe. "Ach ja", sagte er noch, "ich muss auch täglich meine Zähne putzen, das wollen meine Eltern."


Ganzheitlicher Ansatz

Zum Programm "Klasse 2000" gehört nicht nur die Vermittlung von Wissen über gesunde Ernährung und sportliche Betätigung. Auch Gewalt- und Suchtvorbeugung hat diese Aktion zum Ziel. "Kinder sollen lernen, was sie tun können, damit es ihnen selbst und andern gut geht, körperlich, aber auch psychisch und sozial", sagte Lehrerin Sabine Pascher, die mit ihrer Kollegin Silke Feulner an der Grundschule Burgpreppach das Projekt betreut. Auch Eltern sollen da mit einbezogen werden. "Kinder müssen auch lernen in bestimmten Situationen nein sagen zu können, zum Beispiel wenn es um Tabak und Alkohol geht", erläuterte der AOK-Direktor.
Für wichtig hält es Rektor Alois Brandl, dass Kinder lernen, Probleme und Konflikte zu lösen, mit Angst oder Wut richtig umzugehen und kritisch zu denken und zu handeln.

"Durch das Projekt steht vielfältiges Material zur Verfügung, Poster, CDs und vieles andere", erklärte Brandl, "und durch externe Fachkräfte wird es hierzu Gespräche in Impulsstunden für die Schülerinnen und Schüler geben". Er zeigte sich erfreut, dass die Grundschule Burgpreppach für das Projekt ausgewählt wurde.

Alois Brandl und Peter Scheder wiesen darauf hin, dass eine Studie unter Schülern der ersten bis vierten Klassen ergeben habe, dass sich das Klassenklima unter Schülern, die am Projekt teilnahmen, günstig entwickelt hat.
Paten des Projekts sind neben der Krankenkasse zum Beispiel auch Lionsclubs, Eltern, Fördervereine, Firmen, Banken, Ärzte oder Apotheken. "Das Programm ist eine Hilfe, Gesundheitsförderung aktiv in den Stundenplan und den Schulalltag zu integrieren", erläuterte Lehrerin Sabine Pascher.