Ein "Energie-3-Sprung" ist zur Energiewende nötig, meint der Bund Naturschutz (BN): Energieeinsparung, Energieeffizienz und fossile Energieträger sind die drei Säulen, die bei der Eröffnung einer Ausstellung in der Schalterhalle der Raiffeisen-Volksbank Ebern vom Vorsitzenden der BN- Ortsgruppe Ebern, Harald Amon, am Freitagnachmittag herausgestellt wurden.

Die Räume der Bank eignen sich für diese Ausstellung, sagte der Direktor der Raiffeisen-Volksbank, Christian Senff, bei seiner Begrüßung. Sparen sei sowohl bei der Energiebilanz als auch im Bankgeschäft ein wichtiges Kriterium.

Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) fand: "Es ist wichtig, weiter an der Energiewende zu arbeiten, da gibt es noch einiges zu tun." Dank gelte dem BN Ebern, dass er die Ausstellung nach Ebern geholt habe. Einsparung von Energie und effiziente Nutzung sei wichtig und es müsse immer wieder der Bevölkerung bekannt gemacht werden, wo die Potenziale lägen, wo man auch im eigenen Umfeld Energie sparen könne. "Wir haben bei uns in Ebern Wirtschaftsunternehmen und Firmen, die alles gut umsetzen können", sagte der Bürgermeister.

BN-Vorsitzender Harald Amon meinte, dass man vor Ort auf einem guten Weg gemeinsam mit Politik, Handwerk und Schulen wäre. Die Energiewende werde in Deutschland gut aufgenommen, obwohl es immer wieder Bedenken und Unsicherheiten gebe.

Amon ging auf die positiven Auswirkungen beim sinnvollen Umgang mit Energie ein, wie Minderung des CO2- Ausstoßes, oder die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.
Ein Baustein unter vielen auf dem Weg zur Energieeinsparung sei die Ausstellung, die vom Landesamt für Umwelt konzipiert wurde. "Die Energiewende ist machbar", sagte Amon und führte die Ausstellungsbesucher zu den verschiedenen Stationen der Ausstellung.

Mit dabei war auch die achtjährige Mia Vogel aus Wasmuthausen, die mit ihrem Opa Karl gekommen war. Besonders schien es der jungen Schülerin die Technik angetan zu haben, weil es sie immer wieder zu den ausgestellten Wärmeumwälzpumpen ging.

Warum ist sie mitgekommen? "In der Schule sprechen wir auch gerade über Energie", sagt sie etwas schüchtern und deshalb habe sie der Opa mitgenommen, damit sie sieht, wie man Energie sparen kann.
Als sie an den Umwälzpumpen den Stecker in die Dose steckt um diese "summen zu lassen", blicken ihr Bürgermeister Jürgen Hennemann und Rektor Philipp Arnold von der Mittelschule über die Schulter. So kam es zuem "Schulterschluss" zwischen Politik, Schule und der jungen Schülerin. Wenn das kein gutes Zeichen für die Energiewende ist. Mia störte es nicht, dass ihr "die Großen" bei der "Bedienung" an den Geräten zusahen, die es ihr offensichtlich sehr angetan hatten.

Beim Rundgang unter Anleitung von Harald Amon bezog dieser die Besucher in "seinen Unterricht" mit ein. Er stellte Frage, ob jemand wisse, was man spare, wenn man Wäsche mit 30 statt mit 60 Grad wasche, die Wäsche zum Trocknen aufhänge statt sie in einen elektrischen Trockner zu geben, oder wenn man einen Computer ausschalte statt diesen im Standby laufen zu lassen.

Selbst Hausfrauen unter den Besuchern waren erstaunt, was es an Einsparpotenzial gibt.
Wohnen mit moderner Beleuchtung ist ein weiteres Thema der Ausstellung. An einer Wählscheibe werden unterschiedliche Leuchtmittel verglichen, die eine 60-Watt-Glühbirne ersetzen. Zum Beispiel kann man sehen, dass eine LED-Lampe mit zehn Watt bei einer Brenndauer von 1000 Stunden drei Euro, eine 60-Watt-Glühbirne im gleichen Zeitraum 18 Euro Kosten verursacht.

Fühlen kann man an einem Kühlschrank zum Beispiel auch die Temperaturunterschiede mit ein- zwei- oder dreischichtigen Verglasung.

Mehrere Stationen informieren, wie man im Haushalt Energie sparen und somit die Umwelt schonen kann. Auch verschiedenste Lampen zur Vorstellung der verschiedenen Technologien und der Anwendungsmöglichkeiten von LED und Kompaktleuchtstoffröhren werden gezeigt.

Ebenfalls Heizungsumwälzpumpen zur Information über effiziente Technologie sowie Fenster- und Hauswandmodelle zur Veranschaulichung der optimalen Lösungen beim Bauen und Sanieren.

Ein Ratespiel gibt es auch, wie Harald Amon sagte. In einer Truhe befindet sich ein 45-Liter- Eisblock. Diese ist mit einer zehn Zentimeter starken Dämmung versehen. Es kann geraten werden, wie viel Liter Schmelzwasser bis zum 25. Februar aus dem Eisblock entstanden sind. Kleine Preise gibt es für diejenigen, die mit ihrer Schätzung am besten liegen.

Besucht werden kann die Ausstellung bis zum 4. März während der üblichen Öffnungszeiten der Raiffeisen-Volksbank Ebern.