Im Sommer sind sie unterwegs, quer durch Deutschland. Dann sind Pippi Langstrumpf oder der Räuber Hotzenplotz ihre treuen Begleiter. Sie stehen auf den Bühnen größerer und kleinerer Städte und begeistern mit ihren lustigen Abenteuern das Publikum. Das "Karfunkeltheater" der Familie Sperlich ist heute vielerorts im deutschsprachigen Raum ein Begriff für gelungene Kindertheaterinszenierungen.


In Burgpreppach angesiedelt

Wer käme da auf die Idee, dass das Zuhause dieser Theaterbühne am Ortsrand des Haßbergedorfes Burgpreppach zu finden ist? Dort haben Isolde und Siegfried Sperlich, deren Wurzeln eigentlich in Sachsen zu finden sind, bereits kurz vor dem Jahrtausendwechsel den Stammsitz für das Familienunternehmen eingerichtet. Im Winter stehen dort die Wohnwagen und Fahrzeuge der Theaterfamilie, in der schon seit Generationen Komödiantenblut fließt. Mit dem Namen Sperlich verband sich bereits Mitte des 19. Jahrhunderts eine erfolgreiche Wanderbühne. Noch vor etwa zehn Jahren waren die Sperlichs als "Aichacher Puppentheater" unterwegs.

"Karfunkel" allerdings, fanden sie, hört sich besser an; das klingt nach märchenhaftem Glanz, nach magischen Theatermomenten und leuchtenden Kinderaugen.

Bei den Sperlichs haben die kleinen Zuschauer noch Gelegenheit, Kinderbuchklassiker mit Kinderaugen zu sehen, ohne moderne Interpretation oder zeitgenössische Gimmicks. Die Stücke sind kindgerecht und einfühlsam gestaltet. Das Spiel ist professionell, aber eben nicht abgehoben, sondern bodenständig und einfach liebenswert
Während das heutige "Karfunkeltheater", das inzwischen von Bernd Sperlich geleitet wird, den Sommer über auf Tournee durch die Lande reist, zieht sich das Familienunternehmen über die Wintermonate in die Haßberge zurück, in seine Theaterwerkstatt nach Burgpreppach.

Dort legen sich die Theaterleute nicht etwa auf die faule Haut oder halten so etwas wie Winterruhe. Vielmehr gibt es auch in dieser Zeit für das Ensemble viel zu tun. Requisiten für die große Bühne müssen erneuert werden, Kostüme ausgebessert oder ein neues Stück einstudiert werden. Und auch an den Puppen für die kleine Bühne wird gebastelt.


Stabpuppen als Stars

Denn zudem treten die Sperlichs in den Wintermonaten Oktober bis März mit ihrem Figuren-Theater auf. Dann treten der alte Pettersson und seine Katze Findus oder der Indianerjunge Yakari und sein Pferdchen Kleiner Donner in der näheren und weiteren Umgebung ins Rampenlicht.

So hat der Indianerjunge Yakari, eine von den Sperlichs in Handarbeit gestaltete Stabpuppe, mit seinem neuesten Abenteuer in den letzten Wochen bereits verschiedene Orte des Landkreises bereist. Am Freitag, 17. Februar, ab 16 Uhr wird er im evangelischen Gemeindehaus in Ebern dem Riesenvielfraß auf den Zahn fühlen.


Alle Vorräte aufgefuttert

Die Geschichten um die kleine Rothaut kennen viele Kinder aus Zeichentrickfilm und Hörspiel. Sie lernen von Yakari, wie wichtig es ist, respektvoll mit den Schätzen der Natur und mit den Tieren umzugehen.
Diesmal geht es um die Vorräte des Stammes der Sioux, die von einem Unbekannten gestohlen wurden. Yakari macht sich mit seinen Freunden auf, den Dieb zu suchen. Das Publikum ab drei Jahren erlebt ein mit liebenswert gezeichneten Charakteren und liebevoll gemalten Kulissen inszeniertes rund 50-minütiges Abenteuer in vier Akten.

Karten gibt es nur an der Tageskasse. Sie können ab 30 Minuten vor Beginn erworben werden. Auskünfte über diese und weitere Vorstellungen erhalten Interessenten unter der Rufnummer 0177/3322227.