Die Sängerin Jessy Whitehead, die Haupt-Stepptänzer Donna Dureck und Chris McSorley, ihre sechs Kollegen und die fünf Musiker wurden für ihren mitreißenden Auftritt in der Stadthalle gefeiert.

Die grüne Insel Irland, ihre Musik, ihre Lieder und ihre Tänze haben hierzulande viele Freunde. Diejenigen, die am St.-Patricks-Day die perfekte Show in Haßfurt erlebten, waren hingerissen von dem irischen Stepp- und Formationstanz, der traditionellen Instrumental-Folkmusik und den faszinierenden Gesängen, die mit Liebe zur Perfektion, Fröhlichkeit und einer passenden Lichtshow dargeboten wurden.


Atemberaubende Geschwindigkeiten

Schwindelig konnte einem beim Zuhören und Zusehen werden. Die Musik ist sehr temperamentvoll, die Stepptänze atemberaubend schnell.
Enda Rafferty (Piano), Savannah Donohue (Flöte), Kevin Murphy (Akkordeon/Bodhrán), Charlie Golloway (Fiddel) und Daniel Hunter (Gitarre) oblag es, die Sängerin und die Tänzer zu begleiten. Sie zeigten ihre Kunstfertigkeit auch bei den rhythmisch ergreifenden Instrumentalstücken und stellten sich als brillante Solisten vor.

Einer der vielen Höhepunkte war das "Duell" zwischen Chris McSorley und dem Bodhrán-Spieler Kevin Murphy: Die beiden versuchten sich in Schnelligkeit und komplizierteste Rhythmen gegenseitig zu übertreffen. Chris McSorley hat zwar einen irischen Vater, wuchs jedoch in Australien auf. Vom irischen Stepptanz angezogen, zog er mit 16 Jahren nach Irland und hat seine Steppkunst perfektioniert.

Absolut fantastisch anzusehen waren die vielen Stepp- und Formationstänze, die die vier Tänzer mit Leidenschaft und stets mit fröhlichem Lächeln darboten. Bewundernswert war die abwechslungsreiche Choreographie. Zum Klang der klackenden Stepptanzschuhe mitzuwippen, stellte eine Herausforderung für die Zuhörer dar; dennoch konnten sie sich dem mitreißenden Schwung nicht entziehen. Chris McSorley, ein charismatischer Tänzer, machte die Probe aufs Exempel und forderte die Zuhörer auf, während eines Solos in den kurzen "Pausen" zu klatschen.


Rasante Schrittfolgen

Doch schon bald wurden seine Schrittfolgen so rasant, dass das Publikum mit dem Klatschen kaum noch nachkam. Immer wieder begeisterten Chris McSorley und Donna Dureck zudem durch Soli - traumhaft schön, rasend schnell, voller Leichtigkeit und perfekt in der Fußarbeit. Auch die Kostüme sowie die Licht- und Nebeleffekte erfreuten das Auge in diesen zwei Stunden.

"Erholung" gab es nur in den Momenten, in denen Jessy Whitehead mit ihrer warmen, etwas rauchig klingenden Stimme wunderschöne, melancholisch angehauchte Lieder sang und den Geist Irlands heraufbeschwor. Für den Schlussapplaus bedankten sich alle Künstler nochmals mit Gesang, Musik und Tanz, den drei berückenden Elementen dieser Show.