Positiv war die Grundstimmung bei der Jahresversammlung des Imker-Ortsvereins in Ebern.. So gab es auch pontanen Applaus, als der Vorsitzende bekannt gab, dass der Kreisimkerverband bei der Verlosung zum 175-jährigen Bestehen der Sparkasse einen Preis abgeräumt hat. Das Geld soll den Imkern vor Ort zugute kommen. Erfreut zeigte sich Sperber über die gute Zusammenarbeit innerhalb des Vereins.

Der Befall mit der amerikanischen Faulbrut ist noch nicht ausgestanden. Die Bienenstöcke in Ebern müssen noch einmal kontrolliert werden, bereitete der Vorsitzende seine Imker vor. Glück haben dagegen die Imker um Ebern herum. Für sie hat sich die Sache mit der Faulbrut - zumindest vorerst - erledigt.

Seit 45 Jahren dabei


Zu diesen gehört Bruno Deublein aus Unterpreppach. Seit 45 Jahren ist er Mitglied im Imkerverein Ebern. Damals, nachdem sein Vater gestorben war, hatte er dessen Bienenstöcke übernommen. "Ich hab dafür extra auf meinem Grundstück ein neues Bienenhaus gebaut" erinnert sich Deublein. Sein Hauptmotivation dabei sind vor allem die Obstbäume. "Ich halt mich an das alte Sprichwort ‚"Ohne Bauer haben wir kein Brot und ohne Biene hat der Bauer seine Not".

Mittlerweile hat Deublein die Pflege seiner Bienen zwar seinem Neffen Klaus Pfeiffer aus Vorbach übertragen, aber das Wohlergehen seiner Bienen liegt ihm immer noch sehr am Herzen. Deshalb, und weil er unter den Imkern viele Freunde hat, geht er auch noch regelmäßig zu den Treffen. Für seine Treue ehrte ihn der Vorsitzende Helmut Schäfer bei der Versammlung.

Ein Imker ohne Bienen

Eine Besonderheit bei den Ehrungen war der "Sonnenhof" aus Wüstenwelsberg. Die Gemeinschaft, in der Behinderte und Nicht-Behinderte zusammenleben und arbeiten, ist 20 Jahre dabei und die einzige Institution im Verein.. Christoph Zäuner bekräftigte, wie wichtig ihm und den anderen Verantwortlichen die Arbeit mit den Bienen sei. Alle paar Jahre werden die Aufgaben innerhalb des "Sonnenhofs" neu verteilt, deswegen ist die Institution und keine Einzelperson von dort Mitglied.

Auch Edgar Maier, der Geschäftsleiter der Gemeinde Untermerzbach stellt eine kleine Besonderheit dar. Zwar ist er seit 30 Jahren Mitglied im Verein, hat aber keine Bienen. Ferner geehrt wurden Hermann Drummer (20 Jahre), Josef Schauer und Heinrich Blocksdorff (25 Jahre), Bodo Schäfer (35 Jahre), Reinhold Martin (50 Jahre) und Willi Bergmeier (55 Jahre).