Es hat sich einiges getan auf den Baustellen in der Gemeinde Untermerzbach. Davon hat sich am Donnerstag der Bauausschuss des Gemeinderates überzeugt. Ortseinsichten führten das Gremium nach Memmelsdorf zum Friedhof, wo die engagierte und motivierte Bevölkerung die Neugestaltung größtenteils in Eigenregie vornimmt. "Es sind jeden Freitag und Samstag etwa neun bis zehn Personen da und arbeiten" berichtete Bürgermeister Helmut Dietz (SPD).

Bei den Arbeiten stellten die Memmelsdorfer jedoch fest, dass vor allem das Pflaster vor der Aussegnungshalle ausgetauscht werden muss. Damit kommen auf die Gemeinde, die die Materialkosten übernimmt, nochmals etwa 6000 Euro für die neuen Pflastersteine, Kies und andere Baumaterialien zu. "Die alten Steine können wir nicht nochmal nehmen, die meisten fallen auseinander, wenn sie raus kommen", erläutert der Bürgermeister.
Weiterhin sagte er: "Das ist zwar jetzt nochmal ein ordentlicher Brocken insgesamt, aber dafür hat der Friedhof dann für die nächsten zwei Generationen Ruhe" - und damit auch die Bevölkerung und der Gemeinderat.

Merzbach renaturiert


Der Oberlauf des Merzbach bei Wüstenwelsberg, der in der letzten Gemeinderatssitzung für Aufregung gesorgt hatte, war das nächste Ziel auf der Rundfahrt des Bauausschusses. Vor Ort überzeugten sich die Mitglieder des Bauausschusses davon, dass die Drainagen, die in den Bach laufen nicht beschädigt wurden. Auch die endgültige Gestaltung des renaturierten Bachlaufes mit Steinen und Pflanzen wird vom Sonnenhof noch ausgeführt.

"Wir müssen am Oberlauf was machen, dann kriegen wir auch die Hochwassersituation im Dorf besser in Griff." Außerdem sei dann dem Gesetz genüge getan, das die Gemeinde verpflichtet, etwas für die Gewässer zu tun, sagte Dietz.

Bauhof ist gefordert


Letzte Station des Bauausschusses war die Schule in Untermerzbach, wo sich im Bereich der Außenanlagen schon einiges getan hat. So hat der Bauhof bereits neuen Rasen gesät, damit dieser im Frühjahr, wenn die Vegetation los legt auch gleich kräftig wachsen kann, so Bürgermeister Dietz. Dennoch muss im nächsten Jahr noch der Hof neu gepflastert und der alte Öltank darunter mit Erde gefüllt werden. "Wir wollen das, so weit möglich, in Eigenarbeit mit dem Bauhof machen", denn der habe sich schon bei der bisherigen Gestaltung der Außenanlagen als findig und fleißig gezeigt, lobte der Bürgermeister. Welches Pflaster zum Einsatz kommt, sollen die Räte im Frühjahr anhand von Probepflasterungen entscheiden. Fertig sein soll alles nach den Pfingstferien. "Dann wollen wir Einweihung feiern."