Das Wort Machbarkeit weckt Hoffnungen. Wenn die Machbarkeitsstudie für den Luftkurort Altenstein, die am Montagabend im Maroldsweisacher Marktgemeinderat vorgestellt wurde, zur Wirklichkeit wird, werden Millionen Euro dafür nötig sein. Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) informierte in der Sitzung, dass man Möglichkeiten für eine Verbesserung der Infrastruktur und Gastronomie in Altenstein ermitteln wolle. Die markanten Punkte habe man bei einer Ortsbesichtigung aufgegriffen.


Vom Staat gefördert

Die Machbarkeitsstudie, die noch keine Planung darstellt, wird von der Regierung gefördert. Christoph Lamprecht und Stefan Schlicht vom Architektenbüro Schröder-Schlicht-Lamprecht aus Schweinfurt stellten Ergebnisse der Studie vor. Hauptsächlich standen die Schwimmbad-Gaststätte sowie der Eingangsbereich, die Umkleide und der Sanitärbereich des Freibades im Fokus.
Außerdem enthält die Machbarkeitsstudie das Anlegen eines Parkplatzes für den Badebetrieb hinter der ehemaligen Schule.

Von dort aus könnte ein Fußweg zwischen dem Parkplatz und dem Burgeninformationszentrum in der Dorfmitte entstehen.

Das Hauptanliegen wäre die Sanierung und Umgestaltung der ehemaligen Schule zur Gaststätte. Die heutige Gaststätte, das sogenannte "U-Boot", soll zum Veranstaltungssaal werden. Eine große Terrasse vor der Gaststätte und auf dem Dach der heutigen Umkleidekabinen würde einen schönen Blick in das Weisachtal freigeben, wozu auch einige der Bäume entfernt werden sollen. Für diese Gestaltungsvariante 1 belaufen sich die Schätzkosten auf knapp 1,8 Millionen Euro.


Neuer Saal denkbar

Eine Alternative 2 schlösse den Neubau eines Veranstaltungssaales für 100 Personen und die Verlegung der Umkleidekabinen und Sozialräume in den Hangbereich ein. Hier entstünden Kosten von gut 2,2 Millionen Euro.
Wie Bürgermeister Thein betonte, könnte man mit 60 Prozent Förderung rechnen. Die Gemeinde strebt allerdings eine Förderung von mindestens 80 Prozent an. Das Anlegen eines Parkplatzes für 32 Autos würde nochmals gut 335 000 Euro kosten. Dagegen nimmt sich der Preis für den 500 Meter langen Fußweg zum Burgeninformationszentrum, der auch als 2 000 Meter langer Rundwanderweg angelegt werden könnte, mit 14 500 Euro bescheiden aus. Die Gemeinderäte nahmen die Machbarkeitsstudie zur Kenntnis und haben nun erst einmal Zeit, sich eingehende Gedanken dazu zu machen.


Gefahr in Todtenweisach

Die Gefahr in der die Ortsdurchfahrt (Bundesstraße 279) in Todtenweisach soll entschärft werde. Wenn ein gehbehinderter Mensch die Bundesstraße im spärlich bebauten Ort überqueren will, muss er Spießruten laufen, wenn er nicht unter die Räder geraten will, da die Straße vor Jahrzehnten zum Leidwesen der Anwohner wie eine "Schnellstraße" ausgebaut worden sei. Nun will das Straßenbauamt eine Überquerungshilfe, mit einer Insel in der Straßenmitte schaffen. Eine zweite Verkehrsinsel entsteht am Bushalteplatz, deren Kosten aber von der Gemeinde getragen werden müssen. Hierfür entstünden Kosten von 17 000 Euro. Wie Bürgermeister Thein informierte, kämen noch die Kosten für drei neue Ortslampen dazu. Der Gemeinderat stimmte der Vereinbarung mit dem Straßenbauamt zu.


Kuppe wird flacher

Bürgermeister Thein informierte, dass beim Radwegebau zwischen Ermershausen und Eichelsdorf die Parkplätze gegenüber der "Weißen Brücke" bei Birkenfeld und an der "Fußeiche" hinter Birkenfeld zurückgebaut werden sollen. In Kürze soll ein Gespräch mit dem Straßenbauamt stattfinden, bei dem es um die Abflachung der Rehbergkuppe bei Ermershausen und die Weiterführung des Radweges geht.
Bürgermeister Thein teilte "brandneu" mit, dass im Dezember in Hafenpreppach das DSL umgestellt wird und sofort in der Gemeinde Anträge dazu gestellt werden können.
Am Anfang der Gemeinderatssitzung am Montag nahm Bürgermeister Wolfram Thein eine Ehrung vor. Winfried Appel kümmert sich schon mehr als 20 Jahre ehrenamtlich um die Technik der Feuerwehr in Geroldswind. Bürgermeister Thein dankte dem Gemeinderat für sein Engagement und überreichte ein Geschenk.