Mit 13:6 Stimmen hat sich der Litzendorfer Gemeinderat unlängst für Matthias Deuber als Agenda-21-Koordinator entschieden. Im Bericht zur Sitzung ("Sportzentrum für Litzendorf?", FT vom 8. Oktober) war das Ergebnis irrtümlich mit 12:7 angegeben gewesen. Der Beschluss wurde mit Mehrheit der Stimmen von CSU, SPD und CWV gefasst, weshalb sich SPD-Gemeinderat Klemens Wölfel in einer Stellungnahme auch gegen den Vorwurf des in der Abstimmung unterlegenen Grünen-Vorsitzenden Georg Lunz wehrt, die Posten würden in Litzendorf nicht gerecht verteilt werden. Nach einer Entscheidung mit Zwei-Drittel-Mehrheit von einer Benachteiligung der Grünen zu sprechen, zeuge von "fehlendem Demokratieverständnis".

Wölfel betont, dass die Gemeinderäte aller Fraktionen "souverän agieren" würden und sich "von niemandem vorschreiben lassen müssen, wie sie sich bei ihrer Stimmabgabe zu verhalten haben". Auch Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) stellt heraus, dass es sich um eine "demokratische Entscheidung" gehandelt habe, und erinnert daran, dass ehe Lunz den Agenda-21-Vorsitz übernommen habe, für über ein Jahrzehnt Herbert Schütz (CSU) der Koordinator gewesen sei und die Agenda 21 in der Gemeinde erstmals etabliert habe. mm