E in Roboter ist es eine Maschine, die dem Menschen Arbeit abnimmt. Der Vorteil: Der Mensch, zumindest in Ländern mit entsprechender Gesetzgebung, muss sich nicht mehr bei schwerer Arbeit krank arbeiten. Der Nachteil: Der Mensch wird arbeitslos, weil die Maschine viel billiger produziert. Und der Mensch wird dem Menschen entfremdet, weil er weniger in Kontakt ist. Insofern ist der Roboter auch ein Symbol für Macht über Gesellschaftssysteme und nicht etwa, wie sein Name vermuten lässt, ein Zwangsarbeiter.

Die Bezeichnung "Roboter" leitet sich laut Wikipedia nämlich von dem tschechischen Wort robota ab, das mit Frondienst oder Zwangsarbeit übersetzt werden kann. Geprägt wurde der Begriff 1920, also vor hundert Jahren, von dem Literaten Josef Capek. Vorher hießen diese Maschinen Automaten oder Halbautomaten.

Zwölf Ziele auf zwölf Karten

Nun aber: "Wir sind die Roboter", oder genauer: Einer von uns ist der Roboter. Der fährt in Gedanken zu einem der zwölf Ziele auf einer unserer zwölf Aufgabenkarten. Die Ziele liegen in unterschiedlichen Abständen am Weg: Hufeisen, Banane, Eis, Wecker, Apfel und andere.

Das Ziel des Roboters sollen die anderen herausfinden. Dabei haben sie zwei Informationen: Fahren wir langsam wie eine Schnecke, mittelschnell wie ein Roboter oder schnell wie eine Rakete? Und wie lange fahren wir? Mit "Beep" geht's los, der Roboter folgt dann schweigend und geheim dem Weg vom Start bis zum Zielgegenstand und beendet mit "Beep". Besonders zu Anfang wissen wir nicht, wie schnell die anderen sind und wie sie unsere Geschwindigkeit wahrnehmen. Dieses Einschätzen und Eingeschätzt werden macht den besonderen Reiz aus. Je näher wir uns an das Ziel heran raten, umso mehr Punkte gibt es. Kooperativ versuchen wir gemeinsam, möglichst gut zu sein, gegeneinander möchte natürlich jeder mit den meisten Punkten das etwas andere, gelungene Spiel gewinnen. Unglaublich, in welche Stimmung uns das versetzen kann, wenn wir uns auf uns, die anderen und unsere Wahrnehmung einlassen. Das ungewöhnliche Spiel wurde von der Jury "Spiel des Jahres" zum "Kinderspiel des Jahres" nominiert.