von unserer Mitarbeiterin Gabi Arnold

Meeder — Erneut haben die Gegner des geplanten Verkehrslandeplatzes sich am Sonntagvormittag beim "Kreuz der Schöpfung" auf dem ehemaligen Kompostplatz zwischen Wiesenfeld und Herbartsdorf getroffen. Nachdem in der Gemeinde Meeder nun die Auslegefrist der Unterlagen des Planfestungsstellungsverfahren zum Verkehrslandeplatz zwischen Wiesenfeld und Neida beendet ist, stellten Dagmar Escher von der Schutzgemeinschaft "Weißer Berg" und ihre Mitstreiter die Ergebnisse der Unterschriftenaktion "Sammeleinwendungen" vor. An den Landkreis wurden bereits knapp 10 000 Unterschriften übergeben, womit am 14.Juni der Bürgerentscheid stattfinden kann.
Nun gehen noch einmal zusätzlich 4462 Einwendungen an das Luftamt Nordbayern in Nürnberg. Escher sieht dies als ein weiteres politischen Signal. Bei den Sammeleinwendungen konnten alle Bürger aus Stadt und Landkreis, auch Kinder und Jugendliche, ihre Bedenken gegen den Bau des umstrittenen Infrastrukturprojektes äußern. Insbesondere geht es dabei um gesundheitliche Beeinträchtigungen, die Zerstörung der Natur oder der regionalen Landwirtschaft sowie um die Verschwendung von Steuergeldern.
Nach Angaben der Gegner kostet der Neubau um die 30 Millionen Euro, der Betrieb mindestens eine Million Euro. Mit den Aktionen möchten die Gegner erzwingen, dass der Landkreis aus der Projektgesellschaft austritt und damit nicht mehr an den Kosten beteiligt wird. Dass die dann ausbleibenden 1,5 Millionen Euro Landkreisbeteiligung den Bau nicht verhindern, wissen die Gegner. Sie glauben aber, dass bei einem Austritt kein öffentliches Interesse mehr bekundet werden könne und damit auch keine Enteignungen möglich sind.
Dagmar Escher kritisierte zudem, das Planfeststellungsverfahren sei im Internet nur unvollständig veröffentlicht worden. Es fehlten auf den Plänen sowohl eine Tankstelle als auch ein Tower. "Und das, obwohl sich die Befürworter angeblich so toll und transparent darstellen wollen." Die Rede sei immerhin von 15.000 Flugbewegungen im Jahr und das mache den Umfang des geplanten Projektes deutlich. Beim geplanten Regionentalk am 6. Mai sollen Gegner und Befürworter Gehör finden und Argumente austauschen.

Misstrauen gegen Regionentalk
Allerdings war am Sonntag unklar, ob die Interessengemeinschaften der Gegner teilnehmen, denn laut Escher sollen mehr Befürworter als Gegner auf dem Podium sitzen. Sollte die Zusammensetzung des Podiums nicht ausgewogen sein, dann lehnen die Gegner die Teilnahme ab. "Das Ziel der Befürworter ist eine Werbeveranstaltung für den Verkehrslandeplatz, nur Dekoration werden wir nicht sein", sagte Dagmar Escher unter Applaus.