Das Prinzip ist einfach: Wer etwas nicht mehr brauchen kann, gibt es kostenlos weg - und wer es brauchen kann, nimmt es kostenlos mit. Zweimal hat das Team von "Transition Coburg" schon einen solchen Warentauschtag veranstaltet, nun steht der dritte an. "Aufgrund des großen Erfolges", sagt Mitorganisatorin Gaby Schuller. Der Erfolg maß sich beim letzten Mal in Warteschlangen vorm Jugendzentrum Domino, so dass der Warentauschtag heuer im Campus Design der Hochschule Coburg stattfindet.

Am Prinzip hat sich nichts geändert: Am Freitag, 27. September, von 18 bis 21 Uhr, können Dinge abgegeben werden, die man nicht (mehr) mag, die nicht mehr passen, die im eigenen Haushalt überflüssig geworden sind. Am Samstag, 28. September, von 9 bis 14 Uhr, darf jeder aus dem Sortiment auswählen, so viel er tragen kann.

"Was in beide Hände passt" ist der Maßstab für die Größe der Dinge, die getauscht werden können: Kleidung, Spielzeug, Elektrokleingeräte, Geschirr, ... Ein zweites Kriterium lautet: Es sollte noch ansehnlich und benutzbar sein. Bisher, sagt Gaby Schuller, "haben wir immer gute Sachen bekommen". Das Helferteam wird alles nach Warengruppen einteilen und die Auslage vorbereiten. "Es ist wie ein sortierter Umsonst-Flohmarkt", verspricht Schuller. Und: Man muss nichts abgegeben haben, um am Samstag etwas mitnehmen zu können.

Das Repair-Café überprüft noch am Freitagabend, ob die Elektrogeräte funktionieren. Was übrig bleibt, holen die Hildburghausener Dienste. "Ohne sie und ohne die Hochschule könnten wir den Warentauschtag nicht veranstalten", sagt Gaby Schuller dankbar. Ziel der Aktion sei "verwenden statt verschwenden". In jedem Ding stecke ein hoher Produktions-, Transport- und Energieaufwand, der beim Wegwerfen vernichtet werden würde. sb