Gesetzlich versicherte Eltern können für 2021 20 statt wie bisher zehn Tage Kinderkrankengeld beantragen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar begrüßt die beschlossene Verdopplung des Anspruchs, die für viele Eltern auch in ihrem Wahlkreis eine große Hilfe sei, wenn es um die Betreuung der Kinder zu Hause während des Lockdowns geht, heißt es in einer Pressemitteilung des Büros von Dittmar.

"Eltern, die Kinder pandemiebedingt zu Hause betreuen müssen, brauchen dringend Planungssicherheit und zusätzliche Unterstützung", sagt Dittmar. Eltern, die gesetzlich krankenversichert sind, können 2021 pro Kind und Elternteil für 20 statt zehn Tage (Alleinerziehende 40 statt 20 Tage) Kinderkrankengeld beantragen. Die Regelung gilt rückwirkend ab 5. Januar. "Uns war es wichtig, dass wir schnell eine Lösung finden, die es den Eltern ohne großen Aufwand und Anträge ermöglicht, sich um die Betreuung ihrer Kinder zu kümmern", erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD im Bundestag. Dafür hätten sie und ihre Fraktion sich in den vergangenen Tagen nachdrücklich stark gemacht.

Die erweiterten Krankentage können ausdrücklich auch dann in Anspruch genommen werden, wenn Kinder zu Hause bleiben müssen, weil Schule oder Kita geschlossen sind. Als Nachweis genügt eine Bescheinigung der Einrichtung, der bei der Krankenkasse eingereicht wird. Diese greift auch, wenn die Präsenzpflicht aufgehoben ist und einzelne Klassen oder Gruppen aufgrund von Quarantäne Schule oder Kita nicht besuchen dürfen. Wichtig ist Dittmar, dass die Regelungen auch für Eltern von Menschen mit Behinderung, deren Einrichtung pandemiebedingt geschlossen bleibt, gelten. red