Den Hauptpunkt der Stadtratssitzung in Hofheim am Dienstagabend stellte die vorgesehene Sanierung des Gefrierhauses mit Umfeld im Stadtteil Sulzbach dar. Das Projekt soll nun angegangen werden, nachdem sich eine Fördermöglichkeit ergeben hat.
In dem Gebäude soll ein Dorfgemeinschaftshaus entstehen. Damit wird den Sulzbachern die Möglichkeiten geboten, Versammlungen abzuhalten.
Im März 2014 hatte der Stadtrat bereits beschlossen, das Projekt anzugehen, aber das Amt für ländliche Entwicklung konnte keinen Zuschuss gewähren. Daraufhin wurde das Vorhaben zurückgestellt und nach weiteren Fördertöpfen gesucht. Die Kostenschätzung lag damals bei 150 000 Euro, wovon die Stadt 35 000 Euro tragen wollte und der Rest durch Mitwirkung der Sulzbacher mit Eigenleistung und Eigenmitteln finanziert werden sollte. Für die Unterhaltungskosten kommen die Sulzbacher auch auf.
Nun gelang es Bürgermeister Borst (CSU), einen Weg der Bezuschussung bei der Städtebauförderung zu finden. Allerdings haben sich mittlerweile die Kosten der Sanierung der ehemaligen Gefrieranlage mit dem Umfeld auf 260 000 Euro gesteigert. Auf Rückfrage erklärte Bürgermeister Borst, dass trotzdem die Anteile der Stadt und von Sulzbach weiterhin bei 35 000 Euro liegen. Der Stadtrat beschloss erneut, die Maßnahme zu realisieren und das geforderte Gebiet festzulegen.


Neues Auto auf Wunschzettel

Die Feuerwehr Hofheim benötigt ein neues Feuerwehrfahrzeug, einen Mannschaftsbus. Die Stadt stellt die Förderanträge und die Feuerwehr übernimmt den Rest der Kosten, sodass der Stadt keine Kosten entstehen sollen.
Bürgermeister Borst informierte das Gremium, dass die Bundesstraße 279 zwischen Ermershausen und Maroldsweisach ausgebaut und deshalb bis zu einem halben Jahr voll gesperrt werden soll. Das staatliche Bauamt plane, über Hofheim und die B 303 den Verkehr abzuwickeln. Die Stadträte waren darüber nicht begeistert, weil sie in dieser Zeit ein erhöhtes Verkehrsaufkommen im Hofheimer Raum befürchten.
Borst informierte, der Markt Burgpreppach plane, von der Marktgemeinde Burgpreppach bis nach Hofheim einen Radweg anzulegen. Es gibt zwei Varianten. Variante eins sieht als Führung die Goßmannsdorfer Steige vor. In der Variante zwei würde der Radweg entlang der B 303 nach Hofheim verlaufen. Nicht nur der Kostenanteil für Hofheim gab den Ausschlag, sich für Variante zwei zu entscheiden, sondern primär die Tatsache, dass die Goßmannsdorfer Steige für Fahrräder viel zu steil ist. Zu der Notwendigkeit des Radweges erklärte Bürgermeister Borst, dass man überall das Land mit Radwegen erschließen wolle und im hiesigen Raum nur noch der Lückenschluss von Hofheim nach Ebern vollzogen werden müsse.
Weiter Probleme machen einige Hundehalter, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht beseitigen, obwohl hierfür Behälter aufgestellt wurden. Nun sollen noch zusätzlich Schilder aufgestellt werden, auf denen auch Strafen angedroht werden.


Wasserleitung ist bald fertig

Bürgermeister Borst informierte, dass der Wasserleitungsbau zwischen Üschersdorf und dem Stadtgebiet in einigen Wochen abgeschlossen werde.
Büchereileiterin Hildegund Fischer-Giebfried gab im Stadtrat einen Bericht über die städtische Bücherei im Interkommunalen Bürgerzentrum in Hofheim. Die Bibliothek wurde im vergangenen Jahr 20 Jahre alt. Sie wird finanziell von der Stadt und der katholischen Kirchenstiftung gefördert.
Bürgermeister Borst dankte dem Büchereiteam, das ehrenamtlich arbeitet. Trotzdem bleibe die Einrichtung ein Zuschussbetrieb, sagte er. Wolfgang Borst unterstrich die Bedeutung der Bücherei für den Hofheimer Raum, denn die Leser kommen von Aidhausen bis Ermershausen. Die Bücherei ist gut ausgestattet und bietet immer wieder Aktionen an. gsch