Die Verkehrssituation in der Städelgasse beschäftigte den Stadtrat von Burgkunstadt genauso wie der Friedhof und die Abwasserbeseitigung. Voran geht es auch bei der Ortsumgehung von Mainroth.

Aufgrund der derzeitigen Baumaßnahmen (Innenstadt, Bundesstraße, usw.) wurde die Städelgasse zur Einbahnstraße umfunktioniert; eine kurzfristige Entscheidung, so die Verwaltung, die vor allem die Schulkinder, die Schulbusse und die Baustellenfahrzeuge gleichermaßen beeinträchtige. Dieses Thema sorgt auch im Stadtrat für eine längere Diskussion. Die Stadtverwaltung, wie es Erste Bürgermeisterin Christine Frieß (CSU) erläuterte, hatte dazu verschiedene Alternativen aufgezeigt und sich für eine Entscheidung erst nach einer erfolgten Verkehrszählung ausgesprochen.

Den unterschiedlichen Wortmeldungen (Susanne Bock von Wülfingen, Bernarda Calles, Verena Beck, Ulrike Dingelreiter) war dann anzumerken, dass eine unbürokratisch und schnelle Lösung gefragt ist, denn schließlich gehe es um die Kinder. Sicherlich könne in Anbetracht der baulichen Gegebenheiten keine Ideallösung gefunden werden, brachte es Dieter Schmiedel (SPD) auf den Punkt, doch sollte es bei allen Veränderungen auch ein wichtiges Anliegen sein, den Schwerlastverkehr aus der Innenstadt herauszubringen. Thomas Müller (Bürgerverein) und Michael Doppel (FW) sahen die Geschwindigkeitsbeschränkung als vorrangig an.

Nach einer längeren Aussprache, bei der die 20er-Zone, die Tonnagenbeschränkung, die Einbahnstraßenregelung und damit die weitere Verkehrsleitung über den Marktplatz, eine Verkehrsampel, die Umleitung der Fußgänger und des Schulwegs angesprochen wurden, entschied sich der Stadtrat dafür, vor einer Entscheidung das Ergebnis der Verkehrszählung abzuwarten, die während einer repräsentativen Zeit vorgenommen werden soll, zumal im nächsten Jahr weitere Abschnitte der Bundesstraße (in Richtung Weidnitz) saniert werden. Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 20 Stundenkilometer wird es jedoch schon nach der Einbahnstraßenregelung geben.

Ein Arbeitskreis für den Friedhof

Eine Aufwertung des Friedhofs, insbesondere durch Begrünungen hatte der Bürgerverein in seinem Antrag vorgeschlagen. So sollten aufgelassene Gräber nicht mehr mit Split bedeckt sondern begrünt, freie Flächen mit klimaresistenten Gehölzen bepflanzt, Bänke aufgestellt und die Urnenanlage durch Sträucher abgegrenzt werden. Hierüber entwickelte sich eine längere Aussprache, wobei auch das Konzept des Kreisfachberaters für Gartenbau und Landespflege, Michael Stromer, für eine mögliche Friedhofsumgestaltung in Burgkunstadt mit einbezogen wurde.

Zwar steckte bei alledem auch der Haushalt die Rahmenbedingungen ab, worauf Stadtkämmerin Heike Eber verwies, dennoch wurden auf dem Friedhofsgelände regelmäßig wichtige Maßnahmen umgesetzt. Das Ergebnis der Beratungen war dann, dass sich aus alle Fraktionen ein entsprechender Arbeitskreis bildet, der sich über die Neu- und Umgestaltung des Gottesackers Gedanken machen wird.

Im Haushaltsentwurf 2020 waren auch Mittel für eine Fernwirkanlage für die Abwasserbeseitigung vorgesehen - eine Maßnahme, die zurückgestellt wurde. Erläuterung dazu gaben die Ingenieure Thomas Romeis und Wilhelm Scherm vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Leinburg, die das neue Leitsystem erklärten, dessen relevante Daten dann aus allen Anlagen im Bauhof zusammengeführt werden können und auf einen Blick sichtbar sind. Dringenden Handlungsbedarf sahen dabei nicht nur die Mitglieder des Stadtrates, auch Kämmerin Heike Eber wies darauf hin, dass bei der Wasserversorgung zwar der aktuelle Stand erreicht wurde, bei der Abwasserbeseitigung die Technik aber schon 20 Jahre alt sei. Eber schlug deshalb vor, zumindest die Planungsarbeiten für dieses Projekt zu vergeben.

Stadtrat Thomas Müller (Bürgerverein) hatte wegen Alternativmöglichkeiten nachgefragt, erhielt jedoch die Auskunft, dass das aufgezeigte Konzept der zeitgemäße Stand der Technik sei. Bei drei Gegenstimmen erfolgte die Vergabe der Planungsleistungen.

Zur Planfeststellung für den Bau der Ortsumgehung Mainroth-Rothwind-Fassoldshof erhielt der Stadtrat Informationen vom Markt Mainleus und begrüßte - vor allem hinsichtlich des Baus einer Überführung über die Bahn, die neue geplante B 289 und den Mainradweg in Höhe der Landkreisgrenze Lichtenfels/Kulmbach - diese Entscheidung. Ein Anliegen in diesem Zusammenhang war es noch, den nördlich der Bahnstrecke verlaufenden Feldweg, der von der Landwirtschaft und Radfahrern genutzt wird, staubfrei auszubauen und an die Überfahrt anzubinden, so dass sie dann alle künftig zur Überbrückung gelangen können, ohne den Umweg über die derzeitige B 289 nehmen zu müssen.