Es macht offensichtlich viel Spaß, in der Vorstandschaft der Sportfreunde Steinsfeld zu arbeiten. Denn in der Jahresversammlung im Sportheim würdigte der Verein die Arbeit von zwei Mitgliedern, die sich seit Jahrzehnten engagieren. So wurden der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Stefan Fuß, der seit 39 Jahren der Vorstandschaft angehört, und Ottmar Werner, der seit 45 Jahren als Kassier beziehungsweise Vorstand Finanzen fungiert, zu Ehrenmitgliedern ernannt.


Würdigung

Die Ehrung übernahmen Gerd Bach, der selbst 26 Jahre als Schriftführer tätig war, und der Vorstandsvorsitzende Reinhold Heilmann, der nun seit 34 Jahren im Amt ist und bereits zum Ehrenmitglied ernannt worden ist. Gerd Bach betonte, dass Stefan Fuß und Ottmar Werner sämtliche wichtigen Projekte des Vereins, vom ersten Sportheimbau über den Bau der Gerätehalle, die Vergrößerung des Sportheims und den Bau der Flutlichtanlage bis hin zur Neuanlage der beiden Sportplätze, sowie den sportlichen Aufschwung verantwortlich gestaltet hätten. Stefan Fuß habe zwei Jahre als Beitragskassier und zwei Jahre als Ausschussmitglied gewirkt, sei seit 35 Jahren ununterbrochen stellvertretender Vorstand und außerdem als Fußballer aktiv gewesen. Ottmar Werner wiederum stehe in der "ewigen Rangliste" des Vereins mit 903 Spielen und 417 Toren auf dem zweiten Platz. Für ihr Wirken hätten die beiden fast alle möglichen Ehrungen des Vereins, des Bayerischen Fußballverbandes, des Bayerischen Landessportverbandes und des Deutschen Fußballbundes erhalten. "Nun ist es an der Zeit, sie beide in die Riege der Ehrenmitglieder der Sportfreunde Steinsfeld aufzunehmen", betonte Gerd Bach und Reinhold Heilmann überreichte die Urkunden.


Fußballer ausgezeichnet

Ausgezeichnet wurden auch drei verdiente Spieler: Massimo Schiavo, der 300 Spiele für den Verein absolviert hat, Thomas Werner, der ebenfalls bei 300 Spielen auf dem Rasen stand und 100 Tore erzielt hat, und Sebastian Ries, der bereits 600 Mal die Farben Grün-Weiß auf dem Sportplatz getragen hat. Als Fußballer des Jahres 2016 wählten die 43 anwesenden Mitglieder Patrick Wagenhäuser, der aus der Hand von Stefan Fuß den Heinz-Vishers-Gedächtnispokal und die Vereinsurkunde erhielt.
Zu Beginn der Versammlung hatte Reinhold Heilmann an die Veranstaltungen im letzten Jahr erinnert und den Einsatz der vielen Mitglieder und Freunde des Vereins gelobt. "Es gilt aber, alles daran zu setzen, dass auch künftig noch Fußball gespielt werden kann", sagte er. Denn wie der Vorstand Sport, Manuel Werner, und der Trainer Rainer Moritz berichteten, ist die Lage alles andere als rosig. Nicht nur, dass die Erste Mannschaft nach zehn Jahren in der Kreisklasse 2016 abgestiegen ist. Auch die Beteiligung der Spieler am Training lässt zu wünschen übrig. "Wir sind in der Lage, jeden Gegner zu schlagen, aber wir müssen das noch unter Beweis stellen", sagte der Trainer.


Wenig Nachwuchs

Auch in der Jugend sieht es nicht gut aus. "In Steinsfeld gibt es nur noch vier Jugendspieler, die in anderen Mannschaften spielen", teilte Rainer Englert mit. Alfred Hau erinnerte an die Gründung der Fahrradgruppe im letzten Jahr und erklärte, dass jeder am Training, das Dienstag ab 17.30 Uhr stattfindet, und an den geplanten Ausflügen teilnehmen könne. Die Dart-Abteilung, so deren Leiter Mathias Vollert, habe großen Zulauf. ul