Andreas Dorsch

Zur Höchstadter Kulturmeile öffnet am Wochenende auch das Spix-Museum seine Pforten. Herbert Fiederling, Vorsitzender des Ritter-von-Spix-Vereins, freut sich besonders, mit vier Vögeln erstmals Exponate zeigen zu können, die der Forscher vor 200 Jahren von seiner Brasilien-Expedition mitgebracht und selbst präpariert hat.
"Wir hatten noch nie etwas im Museum, das Spix persönlich in der Hand hatte", sagt Fiederling und lädt nicht nur Spix-Freunde ein, sich im Foyer die Vögel aus nächster Nähe zu betrachten.
Johann Baptist Ritter von Spix, der berühmteste Sohn der Stadt Höchstadt, hat auch intensiv die Vogelwelt Brasiliens erforscht. Er hat insgesamt sechs Bücher über Tiere veröffentlicht. Davon beschäftigen sich zwei mit Vögeln, sagt Fiederling. Insgesamt hat Spix in seinen Büchern 286 brasilianische Vögel beschrieben.
Darunter waren auch die vier, die jetzt als Leihgabe des Naturkundemuseums Bamberg in Höchstadt zu sehen sind. Dabei handelt es sich um einen Bunttukan, der ausschließlich in Südamerika vorkommt. Ebenfalls nur in Südamerika beheimatet ist die Santa-Catarina-Kreischeule. Daneben gibt es noch einen Maximilianpapagei und einen Fleckenarassari.
Das Spix-Museum in Höchstadt ist am Samstag von 18 bis 23 Uhr und am Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.