Eine klare Meinung zum Erhalt der Luitpold-Linden in Schmölz vertreten der SPD-Ortsverein Schmölz mit Erstem Vorsitzenden Heinz Rebhan, Gemeinderat Alexander Kopp-Redwitz sowie Kreisrat Ralf Pohl: "Die vier Linden dürfen keinesfalls aufgrund eines geplanten Kreisverkehrs weichen!"

Grund für die Sorgen um den Bestand der Bäume ist die Bekanntmachung im Kreisausschuss, dass die Kreuzung vor der Einmündung der KC 13 in die Staatsstraße 2200 durch einen Kreisverkehr (mit Kosten von circa 1,3 Millionen Euro) ersetzt werden solle und dadurch die vier Linden weichen müssten. Die vier markanten Linden wurden am 12. März 1891 anlässlich des 70. Geburtstags des Prinzregenten Luitpold von Bayern gepflanzt. Ganz Schmölz war an diesem Tag auf den Beinen und feierte dies unter anderem mit einem Umzug durch Schmölz. Deshalb auch der Name "Luitpold-Linden" und auch die Luitpoldstraße, welche bis zur Kirche führt, bekam dadurch ihren Namen.

Am 16. April 1971 wurden die vier Linden durch die Regierung von Oberfranken zum Naturdenkmal erklärt. Nun sollen die Linden nach fast 130 Jahren Bestand einem Kreisverkehr weichen. Wieso die Linden keinen Schutz als Naturdenkmal mehr haben sollen, wie es die Landkreisverwaltung im Kreisausschuss bekanntgegeben hatte, ist noch unklar. Auf jeden Fall, so die Vertreter der SPD, müsse dieser Schutz umgehend wieder hergestellt werden.

Für die Schmölzer SPD stellt das Fällen der Bäume jedenfalls keine Option dar und die Planungen müssten umgehend so geändert werden, dass ihr Erhalt dauerhaft sichergestellt ist. red