Über den Ehrenpreis von Landrat Klaus Löffler durfte sich in der Herbstversammlung des Gartenbaukreisverbands der Gartenbauverein Kronach freuen. Jetzt wurde der fünf Meter große Schwarznussbaum gepflanzt, wobei auch eine Zwölfjährige zum Spaten griff.

Wie Löffler bei der Pflanzaktion hervorhob, sei der "Tag der offenen Gartentür" in Kronach ein besonderes Aushängeschild für den Landkreis gewesen. So habe man den vielen Besuchern abwechslungsreiche kleine Paradiese präsentieren können. Vor allem sei der Kreislehrgarten auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände ein attraktiver Anziehungspunkt geworden.

Der Landkreischef würdigte die Arbeit des Kreisvorsitzenden Fritz Pohl. "Die Hobbygärtner sind ein Aktivposten in den 44 Ortsverbänden", betonte er. Aber auch der Landkreis bemühe sich, im Bereich des öffentlichen Grüns und entlang der Kreisstraßen die ökologische Vielfalt zu fördern. Man sei sich seiner sozialen Verantwortung bewusst, versicherte Löffler.

Ein Ort der Erbauung

Der Garten sei ein Ort der seelischen Erbauung, der Freude und der intensiven Begegnung mit der Schöpfung, so der Landrat.

Kreisvorsitzender Fritz Pohl und Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein lobten ebenfalls die Breitenarbeit des Kronacher Gartenbauvereins, der sich seit Jahrzehnten segensreich für die Kreisstadt einsetze. "Die Hobbygärtner zählen zum gesellschaftlichen Leben der Kreisstadt", betonte der Bürgermeister. So habe man an der örtlichen Verschönerung fleißig mitgewirkt.

Vorsitzender Karl Heinz Thierauf erinnerte im Beisein von Ehrenvorsitzendem Jürgen Neumann an den "Tag der offenen Gartentür". Immerhin seien fast 30 Anlaufpunkte für die Gäste angeboten worden. "Der Landratsehrenpreis ist ein Motivationsschub für die 140 Mitglieder starke Interessengemeinschaft", versicherte der Vorsitzende. Vor allem habe sich auch Kreisfachberaterin Beate Singhartinger bei den Vorarbeiten "hervorragend eingeklinkt".

Gepflanzt wurde in unmittelbarer Nähe des Kronacher Jugendtreffs "Struwwelpeter" eine fünf Meter große Schwarznuss, die hauptsächlich in Nordamerika ansässig und der Familie der Wahlnussgewächse zuzurechnen ist.

Der Baum mit breit gewölbter Krone kann bis zu 25 Meter groß werden und bekommt kugelige Früchte mit einer harten Schale. Die Nuss ist grob und unregelmäßig längs gefurcht und essbar. "Der Baum selbst ist frosthart, hitzeverträglich, stadtklimafest und in seiner Heimat ein wertvoller Holz- und Früchtelieferant", verriet Vorsitzender Karl Heinz Thierauf.

Tatkräftig unterstützt wurde der Landrat bei der Pflanzaktion durch die zwölfjährige Sophie Kern. Sie ist das jüngste Mitglied der Kronacher Hobbygärtner. Die Grabungsvorarbeiten hatte der Bauhof unter der Regie von Manfred Burger durchgeführt.

Anschließend traf man sich im "Struwwelpeter", der von Samuel Rauch geleitet wird. Bei dieser Gelegenheit dankte Thierauf dem Steinberger Vorsitzenden Peter Mastalerz für den Baumschnitt in Kronach. gf