Auf eine musikalischen Weltreise durfte sich das Publikum des Galakonzertes des Redwitzer Chores "Route 16 - 60" begeben. Der Chor konnte sein Konzert zum 15-jährigen Jubiläum in der nahezu vollen Turnhalle der Albert Blankertz - Schule geben. Die Zuhörer wurden am Saaleingang auf ganz originelle Weise begrüßt: Eine Stewardess (Nicole Rech), die neben einem nostalgischen Reisekoffer stand, überreichte den Gästen eine Flagge in Schokoladenform, um sie auf die imaginäre Reise vorzubereiten.
Vorsitzender Uwe Stegner begrüßte die Gäste in verschiedene Sprachen, und übergab das Wort an Peter Bartosch, der die Moderation führte. Mit der Titelmeoldie des Filmklassikers "Star wars" gab die Bläsergruppe "16 - 60 Brass" den Auftakt der Veranstaltung. Die Weltmeldodie "Theme of New York, New York", war der Startsong des Chores unter der Leitung von Klaus Bucka, der von der Jubiläumsband (Schlagzeug: Jörg Lenz, E-Gitarre: Achim Fischer, Bass: Daniel Bassing, Trompete: Martin Gmell: E-Piano: Markus Ritzel und Saxophon: Viktor Neuwert) begleitet wurde.
Mit dem Welthilt "Bridge over troubled water" von Simon and Garfunkel ging die Reise weiter. Hier konnten Elisabeth Stanislaus und Uwe Stegner als Solisten die Zuhörer begeistern. Das Heilen der Welt wird in dem Song "Heal the world" von Michael Jackson gefordert. Die Sängerinnen und Sänger konnten mit der glanzvollen Unterstützung der Solisten Larissa und Wolfgang Knippert zwar nicht die Welt, aber sicherlich schlechte Stimmungen heilen.
Auch die Beatles kamen mit "I want to hold your hand" und "Yesterday" nicht zu kurz. "Always look on the bright side of live" ist von Monty Python ein gut gemeinter Ratschlag, um entspannt durchs Leben zu kommen. Dieser Rat wurde vom Chor und dem Solisten Helmut Schmidt, angenommen.
"Best of Bond" hieß das Medley, in dem bekannte Soundtracks aus James-Bond-Filmen gesungen wurden. Sabrina und Helmut Fischer unterstrichen die Filmmelodien mit einer gekonnten Soloeinlage. Vor der Pause kamen die Blechbläser der "16 - 60 Brass" mit "Pennsylvania 6-5000" noch einmal zum Einsatz.
Nach der Pause herrschte strikte Geschlechtertrennung. Die Männer trugen in salopper Kleidung "A tribute to Elvis" vor, während die Damen im Outfit der Fünfziger dazu tanzten und klatschten. Mit dem Medley "60th chicks" waren nun die Damen an der Reihe und konnten die 1960er Jahre musikalisch wieder erwecken. Die Titelmelodie des Filmklassikers "Stand by me" wurde von der "16 - 60 Brass" schwungvoll vorgetragen.
Ein Medley der unvergesslichen Rockformation Queen folgte als Nächstes. "Bohemian Rapsody" konnte dabei die besondere Aufmerksamkeit des Publikums erwecken. Der schnelle Wechsel des Gesangs zwischen männlichen und weiblichen Stimme sorgte für Gänsehaut.
Doch nicht nur mit Melodien aus dem angelsächsischen Sprachgebiet, sondern auch mit italienischen und deutschen Weisen konnte die Chorgemeinschaft das Herz der Zuhörer erfreuen. Der Hit "Über sieben Brücken musst du geh'n" kam im ehemaligen West-Deutschland zu großer Popularität, obwohl sein Ursprung im Ostteil des Landes zu finden war. Der Chor sang diese musikalische Brücke zwischen Ost und West in hervorragender Weise. Ganz als Italiener gab sich Uwe Stegner, als er bei dem Klassiker "Azurro" seine Soloeinlage gab. Mit dem Erfolg von Nena "Wunder gescheh'n" waren die Sängerinnen und Sänger musikalisch wieder in Deutschland angelangt. Der Solist Günter Schlaf konnte Beim Ohrwurm "Volare" mediterrane Lebenslust verkörpern, sowie eine ausgezeichnete Choreographie zeigen.
"My way" - die Hymne von Frank Sinatra - gespielt von "16 - 60 Brass" zeigte in symbolischer Weise, dass auch die Chorgemeinschaft "Route 16 - 60" ihren eigenen Weg beschreitet - und es immer wieder schafft, zu beweisen, dass man sie als den "etwas anderen Chor" bezeichnen kann. Mit dem ABBA-Welthit, wurde die vom Publikum geforderte Zugabe erfüllt, wobei Larissa Knippert in ihrem Solo als "Girl with golden hair" überzeugen konnte. Nach der zweiten Zugabe: "Tausendmal berührt" von Klaus Lage, bedankte sich das Publikum mit stehenden Ovationen. gun