Der Liederabend des Gesangvereins bot genau den richtige Rahmen für die Ehrung langjähriger Mitglieder. Und da stand ein Mann ganz im Blickpunkt: Anton Leithner. Der 85-Jährige erzählte nach der Auszeichnung dem Publikum, wie er einst zum Singen gekommen war.

1965, nach dem Lehrerstudium in Bamberg habe er einmal den früheren Dirigenten Otto Bauer besucht und auf einem Tisch eine Stimmgabel liegen sehen. Er habe sie ausprobiert und und sich von dem feinen Ton anregen lassen, woraufhin Bauer ihn aufgefordert habe, selbst zu singen: "Du hast eine gute Stimme und musst zur nächsten Probe kommen."

Leither hat auch den ehemaligen Beerdigungschor dirigiert und auch im Hauptchor immer wieder ausgeholfen. "Singen ist mein großes Hobby, ich mach' das, solange die Luft reicht", fügte der Bass noch fröhlich an.

Zu den weiteren geehrten Aktiven gehörten: Thorsten Schwieder (zehn Jahre), Michael Rief (25), Edmund Hohner (40) sowie Alfred Schneider und Hildegard Vießmann (beide 50). Vereinsehrungen gab es für nachfolgende Mitglieder: Michaela Popp und Sabine Süppel (beide 25 Jahre) sowie Ingrid Beyer, Gertrud Hohner, Hermann Hohner und Marianne Schock (alle 50 Jahre).

Für diese Treue gab es ein Lob von Sängerkreis-Vorsitzendem Professor Klaus Hoffmann. "Sie halten die Vereine am Leben und sind die Garanten, dass der Gesang eine Chance hat."

Stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann stellte das ehrenamtliche Wirken heraus. Vorsitzender Michael Rief meinte, es sei eine Freude, einen so intakten Verein zu führen. hw