von unserer Mitarbeiterin Carmen Schwind

Heroldsbach — "Gott schenke dir Zeit, um zu helfen, wenn andere weinen " - bei dieser Zeile des Gedichtes "Gott schenke dir" von Erika Schneider nickten einige Seniorenbeauftragte zustimmend bei ihrem Treffen in Heroldsbach.
Die Autorin hatte ihr Gedicht nicht nur selbst vorgetragen, sondern sie hatte mit Unterstützung von Brigitte Steinhäuser auch eingeladen, das Programm sowie eine Präsentation erstellt. So hatten die Seniorenbeauftragten des Landkreises die Möglichkeit, sich über Erfolge, aber auch Sorgen und Probleme ihrer Arbeit auszutauschen.


"Nichts Neues erfinden"

In der Diskussion zeigte sich, dass gerade auf die neu gewählten Seniorenbeauftragten ein Berg an Arbeit wartet. Beispielsweise haben Umfragen in Gräfenberg und Ebermannstadt kaum Rückläufe.
"Beginnt am besten damit, dass ihr schaut, was es an Programmen bei euch schon gibt", riet Gerda Wagner aus Hausen. Und Jürgen Kränzlein aus Gößweinstein ergänzte: "Nur nichts Neues erfinden. Wichtig ist die Vernetzung untereinander." Das bestätigten auch andere Seniorenbeauftragte. Damit sich die Zuhörer ein Bild von der Arbeit in Heroldsbach machen konnten, stellte Erika Schneider in ihrer Präsentation die Möglichkeiten für Senioren in der Gemeinde vor: Es wird Gedächtnistraining ebenso angeboten wie meditatives Tanzen.
Der Seniorenclub Heroldsbach, die Gruppe der Strickerinnen, der Seniorenclub Oesdorf, der evangelische Seniorenkreis und die Gruppe "Senioren 60plus" bieten Seniorennachmittage. Der Wanderverein führt Wanderungen mit Informationen zu Natur, Kultur und Geschichte durch.


8000 Decken gestrickt

Bürgermeister Edgar Büttner (SPD) zeigte sich von den Strickerinnen begeistert, die mittlerweile die 8000. Decke fertiggestellt haben. Diese werden später an Bedürftige verschenkt.
Büttner zeigte auch auf, dass Heroldsbach mit einem Altersdurchschnitt von 38,7 Jahren die jüngste Gemeinde des Landkreises ist. "Wir wollen eine Wohngemeinde mit Wohlfühlcharakter sein", sagte Büttner. Allerdings gebe es aktuell kein Bauland. Dies ist auch ein Problem für den Verein "Wir für uns", der das Projekt eines Seniorenzentrums realisieren möchte. "Wir möchten 30 Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen mit einem Gemeinschaftsraum für die ganze Gemeinde schaffen", erklärte Vorsitzender Mathias Abbé.