von unserem Redaktionsmitglied 
Daniel Ruppert

Herzogenaurach — Als Franz Müntefering zum zweiten Mal und endgültig sein Amt als Vorsitzender der SPD niederlegte, waren Kilian Hacker und seine Klassenkameraden noch in der Grundschule. Am 27. September bekommen sie - die 9b des Gymnasiums Herzogenaurach - den Karl-Heinz-Hiersemann-Preis von Müntefering überreicht. Ausgezeichnet wird ihre szenische Lesung über den Nationalsozialismus, die sie zunächst im Erlanger Rathaus und schließlich sogar vor Fernsehkameras im ehemaligen Konzentrationslager (KZ) Dachau vorgetragen haben.
"Wir haben Bücher, Zeitungen, Briefe und andere Quellen herangezogen, Zitate daraus entnommen und Überleitungen dazu geschrieben", erklärt Hacker das Prinzip. Wie in einem kleinen Theaterstück machten die Gymnasiasten den Holocaust greifbar.