Taekwon-Do und Kickboxen sind seine Welt: Rainer Giel, 55 Jahre alt, hat als Trainer unter seinen Fittichen viele Talente groß gezogen. Mit ihm und durch ihn wurde Pommersfelden zu einer Hochburg dieser Kampfsportarten. Der "Vater" des Kampfsports, der vor dreißig Jahren eine eigene Abteilung Taekwon-Do im FC Pommersfelden ins Leben rief, feierte jetzt mit seinen Sportlern und einem Turnier dieses Jubiläum.
Wolfgang Gumbrecht, Ehrenamtsbeauftragter im FC Pommersfelden, und stellvertretender Vorsitzender Lothar Zürl gratulierten Rainer Giel als "Trainer, Manager und Organisator" und würdigten seine Erfolge. Beeindruckend seien die unzähligen Titel, die Giel mit seinen Kämpfern aus der ganzen Welt nach Hause getragen habe. Damit habe er den FC Pommersfelden "zu einer der besten Adressen für diesen Kampfsport gemacht".
Rainer Giel ist nicht der Mann großer Worte. Umso mehr hat er seine Kämpfer "im Griff". Disziplin und Respekt seien wichtig im Kampfsport, sagt er. Und dass es kein Spaziergang sei, sondern ein großes Trainingspensum verlange, um bis an die Spitze zu kommen. Mit dieser Philosophie hat Giel seine Sportler geformt. Herausgekommen sind Spitzensportler wie Michele Simone, Frank Rösner, Melanie Herzog, Laura Zöberlein, Dominik Heard, David Herzog, Theresa, Verena und Bernd Giel, die weltweit zu den besten zählen.


Unzählige Titel gesammelt

Die Titel bei internationalen, deutschen und bayerischen Meisterschaften vermag Giel längst nicht mehr zu zählen. Höchster Titel, den ein Kickboxer in den Ebrachgrund getragen hat, war der erste Platz von Dominik Heard bei der Woma-Weltmeisterschaft (World Organization of Martial Arts) in Virginia. Michele Simone wurde Dritter bei der WM in Neapel.
Alles begann 1987. Rainer Giel, der mit 16 Jahren in diesen Sport eingestiegen ist, rief im April 1987 die Abteilung Taekwon-Do im FC Pommersfelden ins Leben. Vorangegangen war ein Kurs, aus dem etwa 30 Personen übrig blieben, die diesen Sport weiter betreiben wollten. Aktuell hat Rainer Giel etwa 80 Aktive. 70 Prozent davon sind Kinder. "Ob der Trainer gut ist, sieht man an den Sportlern", sagt Giel bescheiden. Anlässlich seines Jubiläums, das nach dem Turnier natürlich im Sportheim ordentlich gefeiert wurde, dankte er insbesondere den Eltern, die ihre Kinder in seine Abteilung und zum Training schicken. Die Jüngsten sind geschätzte fünf Jahre alt. Stärke, Konzentration und Selbstbewusstsein bringe dieser Sport den Kindern und Jugendlichen, sagt Giel. Dass man Kampfsport auch bis ins fortgeschrittene Alter machen kann, dafür ist Jürgen Helmerich aus Höchstadt der beste Beweis. Der 61-Jährige ist der älteste Aktive in der Abteilung. Einmal pro Woche ist er auf jeden Fall beim Training auf der Matte.