Keinen akuten Handlungsbedarf sieht der Stadtrat in der Grünbürgstraße. Ende November hatte die Verwaltung dort auf einer Länge von 50 Metern ein einseitiges absolutes Halteverbot bis zur Einmündung der Breslauer Straße erlassen. Auf der anderen Straßenseite gibt es hinter der Arztpraxis eingeschränktes Haltverbot.

Die Straße ist an sich nur eine Nebenstrecke, die in der Nähe der Fachklinik von der Bundesstraße in einem Bogen zur Alten Pressecker Straße führt. Außer den Anliegern fährt dort an sich nur der Schulbus.

Das absolute Haltverbot vor der Straßenbiegung gilt von November bis einschließlich März, damit die an dieser Stelle 5,40 Meter breite Straße auch von Schnee geräumt werden kann. Über die Verfügung hatten sich - wie berichtet - Anwohner beschwert, die bisher just auf diesen 50 Metern ihr Auto abgestellt hatten. Als Ersatz für die verlustigen Parkmöglichkeiten schlugen sie vor, dass die Stadt auf ihrem ungenutzten Grundstück an der Einmündung Breslauer Straße/Grünbürgstraße Parkplätze anlegen möge, vielleicht mit einem Spielgerät für die Kinder im hinteren Teil.

Dies stellte Bürgermeister Roland Wolfrum dem Stadtrat am Montag zur Diskussion. Marcel Ott (FW) sprach sich deutlich dagegen aus: "Wir haben zurzeit teure Großprojekte; das Eck hat jetzt wirklich keinen Vorrang." Dem schloss sich auch Lena Badstieber (SPD) an. Jonas Gleich (CSU) hielt anstelle des Haltverbots "vielleicht Dreiviertel-Parkbuchten für denkbar," schränkte aber ein, dass man eigentlich doch auf dem eigenen Grundstück schauen müsse, dass man Platz fürs Auto hat, dafür müsse die Stadt nicht sorgen; was Wolfgang Martin (BLS) noch verdeutlichte: "Parken ist Privatsache, um es brutal zu sagen."

Bürgermeister Wolfrum fasste schließlich die Meinungen zusammen: Das Thema Parken an der Grünbürgstraße hat zurzeit keine Priorität, der Grünbereich im städtischen Eigentum wird nicht beplant, ein Spielgerät könne man aufstellen, wenn es sich ergibt, "gemacht wird erstmal nichts". red