Die Ära Otto Günther als Vorsitzender bei der Feuerwehr Ludwigschorgast ist zu Ende. Bei der Hauptversammlung im Gasthof Schicker stellte er sich nicht mehr zur Wahl und wurde durch Renè Hasse als sein Nachfolger "beerbt". Für seine großartigen Verdienste wurde Günther durch den Beirat des Vereins zum Ehrenvorsitzenden ernannt. "Ich lege heute mein Amt nieder", so Günther, der allen Vorstands- und Beiratsmitgliedern für die Unterstützung während seiner Amtszeit dankte.


37 Aktive

Schriftführerin Monika Braunersreuther blickte auf zahlreiche Termine des vergangenen Jahres in ihrem Protokoll zurück. Kassier Dirk Strobel berichtete über die erfreuliche finanzielle Entwicklung der Wehr. Die Prüfer Arthur Pietsch und Roland Wiesel bescheinigten einen ordentliche und saubere Führung der Geschäfte. Erster Kommandant Stefan Braunersreuther verwies auf 37 Aktive der Wehr. Davon sind 27 Männer, vier Damen und sechs Jugendliche. Im abgelaufenen Jahr wurden insgesamt 88 Termine, darunter 32 Treffen der Jugendfeuerwehr, wahrgenommen. Angeschafft wurde eine Wärmebildkamera, für die sich Kreisbrandmeisterin Daniela Wagner besonders einsetzte. Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani dankte Günther und versprach, auch im Namen des Marktes die Arbeit entsprechend zu würdigen. "Ihr habt mit der Jugendfeuerwehr den richtigen Weg erkannt", lobte Sie.
Bei den Neuwahlen durch Wahlleiterin Doris Leithner-Bisani stellte sich der 43-Jährige René Hasse zur Wahl. Bei 33 Ja-Stimmen, sieben Enthaltungen und drei Nein-Stimmen wurde er mit großer Mehrheit für die nächsten sechs Jahre zum neuen Führungsmann gewählt. Seine Stellvertreter bleiben weiterhin Alfred Schreier und Ottmar Neff. Für die scheidende Schriftführerin Monika Braunersreuther rückt Petra Bär nach. Dirk Strobel bleibt weiterhin Kassier. Die Finanzen werden auch in Zukunft von Arthur Pietsch und Roland Wiesel geprüft. Den Beirat (für drei Jahre) bilden Reinhard Biedermann, Josef Wagner, Markus Gabeli und Sebastian Kraus, Stellvertreter sind Monika Braunersreuther, Marcel Daig, Florian Hufnagl und Otto Günther.
Stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann überbrachte die Glückwünsche des Landkreises und würdigte die Leistungen der Floriansjünger sowie von Otto Günther: "Sicherheit steht für Lebensqualität. Ihr habt ein hohes Niveau im Landkreis Kulmbach und leistet attraktiven und verantwortungsvollen Dienst."
Für 25 Jahre Dienst überreichte Kunstmann an Reinhard Biedermann, Jochen Köhler und Marco Wagner das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber sowie die Bayerische Ehrenamtskarte in Gold. Seit 25 Jahren ist Tino Wolf und seit 50 Jahren Manfred Kraus Mitglied der Wehr. Beide waren nicht anwesend.
Durch Handschlag wurden Arthur Pietsch, Otto Günther, Edmund Hohner, Hans Gabeli und Roland Wiesel aus dem Dienst verabschiedet.


Große Ehrenurkunde für Günther

Stellvertretender Vorsitzender Alfred Schreier erinnerte an die zahlreichen Ausflüge, Wanderungen und Kameradschaftsabende, die Otto Günther organisiert hatte. Stark brachte er sich beim Umbau des Feuerwehrhauses ein. Die Leistungsabzeichen legte er bis zur höchsten Stufe in Gold-Rot ab. In die Wehr trat er am 1. Mai 1973 ein und ist seitdem aktiv. Von 1976 bis 1988 war er Mitglied des Ausschusses. Während er von 1989 bis 2003 als stellvertretender Vorsitzender tätig war, arbeitete er von 2004 bis 2016 als Führungsmann. Auf Beschluss der Beiratsmitglieder ernannte Schreier den scheidenden und sichtlich gerührten Günther zum Ehrenvorsitzenden und überreichte eine große Ehrenurkunde.
Den Dank an die Aktiven richtete Kreisbrandrat Stefan Härtlein, die mit Herzblut bei der Sache sind. "Der Fortbestand ist durch eine gesunde Altersmischung gesichert. Die Umstellung auf Digitalfunk ist für Anfang März vorgesehen", so der Führungschef, der sich gegen eine weitere Aufbürdung von Aufgaben im Ehrenamt aussprach.
Gruß- und Dankesworte sprach Kreisbrandmeister Karl Schott, der aus Altersgründen ausscheidet und in Ludwigschorgast seine letzte Hauptversammlung besuchte. red