Feuerwehr, Städtebauförderung, Kinderbetreuung, Kanalarbeiten und ein neuer Kunstrasenplatz für den SC Oberreichenbach - die Gemeinde Oberreichenbach will ihr Geld gut anlegen. Bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag wurde der Haushalt 2020 vorgestellt und mit zehn zu zwei Stimmen verabschiedet.

Kämmerin Hanna Stumptner, für die das die erste Haushaltsvorstellung war, führte die elf anwesenden Gemeinderäte und Bürgermeister Klaus Hacker zügig durch das Investitionsprogramm der Gemeinde. Insgesamt beträgt das Haushaltsvolumen 2020 rund 4,6 Millionen Euro, wovon 2,9 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt, und 1,7 Millionen auf den Vermögenshaushalt entfallen.

800 000 Euro will die Gemeinde Oberreichenbach in die Städtebauförderung investieren, um sozialen, betreuten Wohnraum zu schaffen. Außerdem soll der Hortneubau mit 60 000 Euro unterstützt werden, sowie die Erweiterung der Kindertagesstätte um 24 Krippenplätze.

Ein großer Posten entfällt unter anderem auch auf die notwendige Sanierung des Abwassernetzes, wobei hier eine Aufnahme in das Förderprogramm RZWas (Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben) angestrebt wird.

Auch die Freiwillige Feuerwehr wurde bedacht: 37 500 Euro steckt die Gemeinde in die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs.

Nur ein Punkt des Investitionsprogramms sorgte für Diskussion: Der Antrag des SC Oberreichenbach auf einen Zuschuss für den Neubau eines Kunstrasenplatzes mit Umzäunung und Beleuchtung. 15 000 Euro will die Gemeinde dafür bereitstellen, was einigen Gemeinderäten doch viel erschien. Bürgermeister Klaus Hacker erklärte: "Der SCO hat schon seit Ewigkeiten keinen Antrag mehr gestellt und der Platz für Kleinfeldfußball kommt ja auch vor allem den Kindern zugute. Da können wir schon mal eine größere Summe investieren." Schließlich wurde der Antrag mit neun zu drei Stimmen befürwortet. Der SC Oberreichenbach kann sich also freuen.

Im Anschluss an die Haushaltsvorstellung wurde über den Oberreichenbacher Gemeindewald gesprochen: Dort hat sich nämlich der Borkenkäfer breitgemacht und fast alle Fichten angegriffen. Für den Gemeinderat gibt es nur eine Lösung, die auch das Forstamt empfiehlt: "Alles plattmachen." Selbstverständlich sollen neue Bäume gepflanzt werden.

Zuletzt wurde beschlossen, dass man sich mit gebührendem Abstand zur Verabschiedung der ehemaligen Gemeinderäte treffen werde.