Aus gegebenem Anlass bittet die Kurverwaltung an der Außenzapfstelle immer alleine zu zapfen, die Abstandsregelung einzuhalten und die Maskenpflicht zu beachten. Trotz regelmäßiger Desinfektion sind diese Vorgaben dringend einzuhalten, um den dortigen Betrieb aufrecht zu erhalten, teilt die Kurverwaltung mit. Mit der Staatsbad-Gastkarte und Heilquellenkarte kann täglich von 8 bis 20 Uhr in eigene, mitgebrachte Behältnisse aus drei Heilwasser-Quellen frisch gezapft werden.

Die Wernarzer Quelle seit 1747 bekannt, in 60 Meter Tiefe, ist sehr arm an gelösten mineralischen Bestandteilen. Ein natrium- und chloridarmer Säuerling mit natürlicher Kohlensäure, der Bad Brückenau als Nierenheilbad auszeichnet. Dieses Heilwasser kann bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege, Bluthochdruck, arteriellen Durchblutungsstörungen, Zirkulationsstörungen der Haut, Erkrankungen der Beinvenen, Fehlregulationen des Kreislaufs/Herz-Kreislaufstörungen und zur unterstützenden Behandlung bei entzündlichen und nicht entzündlichen rheumatischen Erkrankungen eingesetzt werden.

Die Sinnberger Quelle ist seit 1749 bekannt und in fünfzig Meter Tiefe. Ein Säuerling mit reichlich Kohlensäure, der wegen seines vorzüglichen Geschmacks und feinperligen Charakters auch "Bad Brückenauer Champagner" genannt wird. Die Anwendung empfiehlt sich für die ableitenden Harnwege und Nierenfunktionsstörungen sowie für eine positive Wirkung auf die Mund- und Bronchialschleimhaut. Die König Ludwig I.-Quelle wurde erstmalig 1747 gefasst, 1965 erfolgte die Bohrung auf 300 Meter Tiefe mit einer sehr großen Schüttung. Dieses Heilwasser enthält mehr Calcium, Magnesium, Kalium, Sulfat und Hydrogencarbonat als die Wernarzer- und Sinnberger Quelle und ist auch für Badezwecke geeignet. Die Anwendung empfiehlt sich bei Blutarmut, Herz- und Kreislaufleiden, Durchblutungsstörungen und vegetative Störungen. red