Niedlich, aber keine Spielzeuge

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Gabi, Gerda und Gina wollen ein neues Zuhause. Foto: Tierheim
Gabi, Gerda und Gina wollen ein neues Zuhause. Foto: Tierheim

Seltsam. Den ganzen Frühsommer über stand das Kleintierzimmer des Tierheims relativ leer. Aber kaum steht der Herbst ins Haus, wird ein Kaninchen nach dem anderen abgegeben. Die jüngsten Neuzugänge si...

Seltsam. Den ganzen Frühsommer über stand das Kleintierzimmer des Tierheims relativ leer. Aber kaum steht der Herbst ins Haus, wird ein Kaninchen nach dem anderen abgegeben. Die jüngsten Neuzugänge sind drei niedliche Kaninchenbabys, die erst Ende Juni auf die Welt gekommen sind. Sie werden also noch ein bisschen wachsen, aber keine Stallhasen-Größe erreichen.

Wenn man die drei Schwestern betrachtet, geht einem richtig das Herz auf, denn sie sind einfach nur goldig. Da geraten nicht nur Kinderaugen in Verzückung. Dennoch aufgepasst: Schwärmen und Dahinschmelzen ist eine Sache - ein voreiliger Schnellkauf aus flüchtiger Begeisterung eine andere. Gabi, Gerda und Gina sind zwar niedlich, aber keine Spielzeuge. Sie sind lebende Wesen mit vielen Bedürfnissen, die nicht nur eine Zeit lang, sondern tagtäglich ihr ganzes Leben lang erfüllt werden müssen.

Für die zutraulichen Schätzchen wünschen sich die Tierheim-Mitarbeiter liebevolle kaninchenbegeisterte Menschen, die die kleinen Nager in schönen großen Gehegen halten, die regelmäßig ausgemistet werden und interessant eingerichtet sind. Es ist übrigens auch nichts dagegen zu sagen, die Kaninchen in der Wohnung oder einem Zimmer frei laufen zu lassen, solange alle gefährlichen Gegenstände - zum Beispiel Kabel - weggeräumt wurden.

Einzelhaltung ist bei Kaninchen übrigens nicht artgerecht. Daher werden die Geschwister nur mindestens zu zweit oder zu einem vorhandenen Kaninchen vermittelt. Sollten die zukünftigen Besitzer einen Rammler zu Hause haben, ist zu beachten, dass dieser rechtzeitig kastriert werden muss, um keinen Nachwuchs zu produzieren. red