In der konstituierenden Sitzung des Stadtrat wurde Nicolai Schaufler als neu gewählter Stadtrat für die Satirepartei "Die Partei" vereidigt. Die Mehrheitsverhältnisse in Herzogenaurach haben sich laut Schaufler als derart knapp gestaltet, dass er zusammen mit SPD, Grünen und FDP eine "sogenannte Gestaltungsmehrheit" gebildet hat. Es habe sich schon gezeigt, welchen Einfluss ein einzelner Sitz im Stadtrat haben könne. Ein Einzelkämpfer, der es bei derart knappen Mehrheitsverhältnissen der AfD überlasse, entscheidend zu sein, "könnte den kompletten Stadthaushalt blockieren und steuern". Da Schaufler "für ein offenes und bunteres Herzogenaurach angetreten" sei, war er bereit, eine von Rechts abhängige Stadtpolitik zu unterbinden.

Konsensfähig war für Schaufler ein Zweiter Bürgermeister von den Grünen und ein Dritter Bürgermeister von der FDP. Herausgehandelt habe er, so Schaufler, dass die Gestaltungsmehrheit eine Machbarkeitsstudie der Aurachtaltrasse in Auftrag gibt. "Die Partei" ist in Ausschüssen vertreten durch eine Fraktionsgemeinschaft mit der FDP, bei der es keinen Fraktionszwang gibt. Im Stadtrat will sich Schaufler dafür einsetzen, dass mehr für junge Leute getan, die Innenstadt aufgewertet und Transparenz umgesetzt wird. red