Einen Fußball-Verein gibt es in fast jedem Dorf. Aber einen Karateverein? Das kommt eher selten vor. Ludwigschorgast hat einen solchen. Und den offiziell seit Januar 2021. Sein Name: Ryusha.

Zuvor war es ein loser Zusammenschluss. Doch der rasante Zulauf an Gleichgesinnten führte letztlich zur Vereinsgründung. "Nachdem das vergangene Jahr geprägt war von Corona, ist das heute die erste Hauptversammlung seit unserem Bestehen", erklärte Vorsitzender Thorsten Schwieder.

Für alle Altersklassen habe man in dieser Zeit immer versucht, das zu ermöglichen, was jeweils zulässig war. Von den 36 Mitgliedern seien 18 Kinder und vier Jugendliche im Karatesport aktiv.

Als vollen Erfolg wertete Schwieder die Ausrichtung des Bundeslehrgangs in der Ludwigschorgaster FC-Turnhalle mit zahlreichen Teilnehmern aus Bayern, Thüringen und Sachsen. Fritz Oblinger, einer der bekanntesten deutschen Karatelehrer (9. Dan), demonstrierte unter anderem eindrucksvoll die Effektivität der Techniken.

Trainer Alfred Kluge (5. Dan) berichtete von 60 Trainingseinheiten. "Absolviert wurden diese nur im Freien in den Monaten von April bis Oktober auf dem Allwetterplatz der Schul- und Freisportanlage", sagte er. Leider habe die Trainingsbeteiligung etwas nachgelassen. "Karate lernen erfordert aber ständiges Training", sagte er.

Positives enthielten die Berichte des Schriftführers Stefan Braunersreuther und des Kassiers Thomas Schmidt. Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani (CSU) wünschte eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung. Am 10. September ist der Verein Veranstalter eines Karate-DO-Lehrganges. Dabei werden die Bundesprüfer Fritz Oblinger und Alfred Kluge Schwarzgurtprüfungen abnehmen. tb