Salsa, Son und fränkisch-bayerische Feierlust: Leo Meixner und seine neue Band "Cubaboarische 2.0" mixten in der Stadthalle von Eltmann kubanische Rhythmen mit bayerischer Volksmusik und zeigten ihrem Publikum, wie Musik Kulturen verbindet. Im Gesang vereinten sich die Seelen Kubas und Bayerns. 100 Besucher waren in die Stadthalle gekommen.

Begeisterung

Bandleader Leo Meixner erklärte, Kuba verbänden die meisten Menschen mit Che Guevara und Fidel Castro sowie Rum und Zigarren aus Havanna. Aber wer schon einmal dort war, dem sei sicherlich die Begeisterung für Musik und die Fröhlichkeit der Menschen am meisten in Erinnerung geblieben.

Das spürte man bei der Musikerin und Sängerin Yinet Rojas aus Kuba, die mit ihrem großen Stimmumfang und ihrem Gitarrenspiel auf der Tres-Cubano den Klang der Band bereicherte. Ihre Fröhlichkeit übertrug sich auf die Besucher. Sie jodelte und sang gleichermaßen auf Spanisch und auf Baierisch.

Die Künstlerin hat in Havanna Musik studiert, tourte als Profimusikerin, bis sie von den "Cubaboarischen" in ihrer Heimat entdeckt wurde und nun privat in Salzburg ihre neue Heimat gefunden hat.

Leo Meixner, der Chiemgauer Musiklehrer und Multiinstrumentalist, stand schon mit seinem Vater 15 Jahre auf der Bühne, unternahm viele Reisen nach Kuba, bevor er nun mit seiner eigenen Band auftritt. Er prägt einen neuen Stil mit einem Cocktail aus Rum, Pop und Bavaria. Bei allem spürte man seine Liebe für die kubanische Musik. Sein bayerisches Lebensgefühl unterstrich Leo Meixner mit einem Song der "Spider Murphy Gang".

Auch im zweiten Teil schalteten die Musiker immer wieder spontan zwischen den verschiedenen Musikstilen oder von der steirischen Harmonika, Gitarre und Posaune auf die Tres-Cubano um. Dabei boten die Songs stets Überraschungen. Stellvertretend dafür stand "Canto Afrocubavaro" mit dem Sprachspiel im Titel und einem virtuosen Trompetensolo. Der Son als urkubanische Musik machte die "Liebe zwischen afrikanischen Trommeln und der spanischen Gitarre" deutlich.

Die Besucher gingen die Rhythmen mit und zollten der Band großen Beifall, die um Zugaben nicht herumkam. gg