Das Bayerische Rote Kreuz ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Der Forchheimer Kreisverband ist erst nach dem Zweiten Weltkrieg. 1892 war die Geburtsstunde des BRK Forchheim, als im Auftrag des Magistrats die Sanitätskolonne als Männerhilfsverein gegründet wurde.
Der damalige Druckereibesitzer Franz Streit war Initiator der Sanitätskolonne. 40 freiwillige Männer taten ihren Dienst, der Sanitätskolonnenarzt war Dr. Amon. In der Gereonskapelle fand die Ausbildung unter Kolonnenführer Leonhard Hornschuch statt.
Heuer, im Jubiläumsjahr, wurde deren erstes Protokollbuch gefunden und kann nun im Stadtarchiv besichtigt werden. Krankenwagen gab es damals nicht. Mit einer "Handmarie" genannten fahrbaren Trage wurden die Kranken und Verletzten durch die Straßen geschoben.
"Der Fahrzeugpark ist mit den Jahren moderner geworden", sagt Vorsitzender Gerhard Hoch. Mit luftgefederten Fahrzeugen werden die Kranken heute transportiert.
Den ersten Krankenwagen hatte das BRK Forchheim 1911 bekommen. Es war ein Geschenk des Fabrikbesitzers Hornschuch. 30 Jahren nach der Gründung wurde ein Haus als neues Heim gesucht und dieses in der Hornschuchallee auch gefunden.


Französische Partner

Eine alte Scheune wurde zum Kolonnenhaus mit Garagen und Lagerraum umgebaut. 1985 wurde das Haus dort geräumt. Über Beziehungen hatte das BRK ein Grundstück in der Henri-Dunant-Straße bekommen, wo das BRK-Gebäude aufgebaut wurde.
In den 1960er Jahren wurde der Katastrophenschutz neu aufgebaut und 1974 eine Patenschaft mit dem Roten Kreuz der Partnerstadt Le Perreux geschlossen.