"Relativ gut" sind nach den Worten von Bürgermeister Jakobus Kötzner (AWL) die in die Kläranlage Frensdorf einleitenden Abwasserkanäle. Nur bei etwa zwanzig Prozent der Rohrleitungen bestehe sofortiger oder kurzfristiger Handlungsbedarf. "Es hätten ja auch weit mehr sein können", stellte der Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung fest.
Das Ergebnis der "Kanalinspektion", einer Befahrung mit der Videokamera, wurde schon in der gezeigten Grafik deutlich: Ein Großteil der untersuchten Kanäle liegt im "grünen Bereich". Rund dreißig Kilometer Abwasserrohre mit 1036 Schächten waren in Abtsdorf, Vorra, Hundshof, Birkach, Reundorf, Rattelshof, Frensdorf, Obergreuth und Untergreuth mit der Kamera auf ihren Zustand untersucht worden. Wie Diplomingenieur Steffen Kahl in der Sitzung erläuterte, waren dafür drei Untersuchungsabschnitte gebildet worden.
In diesem frühen Stadium war es Steffen Kahl wie auch seinem Kollegen Max Brust nicht möglich, die Fragen der Räte nach etwaigen Kosten zu beantworten. Nach den Worten der Ingenieure müssen die Kanäle zunächst hydraulisch, das heißt hinsichtlich ihrer Belastung berechnet wie auch auf ihren baulichen Zustand geprüft werden.
Erst aufgrund dieser Bewertung könne ein Sanierungskonzept und eine Grobschätzung der Kosten erstellt werden. Schließlich müsse man auch noch über Sanierungsabschnitte beraten. Die Berechnungen könnten möglicherweise noch in diesem Jahr vorgestellt werden. Jedenfalls sollen nach den Worten des Bürgermeisters bei Aufstellung des Etats im nächsten Frühjahr Finanzmittel für die Kanalsanierungen in den Gemeindehaushalt eingestellt werden.