Von "allerhöchste Zeit" bis "die Innenstadt geht kaputt" reichen die Reaktionen im Internet auf die jüngste Ankündigung der Stadt Bamberg, den Bierausschank im Sandgebiet am Freitag und Samstag nach 20 Uhr zu untersagen. Auf infranken.de zeigt die Mehrheit der Kommentatoren viel Verständnis für die Maßnahme. Mehr Bedauern und Verärgerung herrscht hingegen bei den Facebook-Usern, welche sich im Sozialen Netzwerk zu den entsprechenden FT-Berichten geäußert haben. Hier eine Auswahl der Meinungen.

Kommentare bei infranken.de

SagMat97: Wenn schon das Alkoholverbot, das ja eigentlich schon seit Jahren in der Stadtordnung steht, streng durchgesetzt wird, muss meiner Meinung nach auch für eine ausreichende Beschilderung dieses Verbots gesorgt werden. Ich kenne massig Leute, die schon lange in Bamberg leben und noch nie von diesem Verbot gehört haben. Foeds: Es ist allerhöchste Zeit, dem dissozialen und zunehmend barbarischen Treiben ein Ende zu bereiten. Die an einem Ort vergrämten Steh- oder Brückenbiertrinker werden dann allerdings woanders aufschlagen, wo sie ihren Müll hinterlassen und lärmen. Das sind bereits jetzt Erba-Insel, Schiffbauplatz und Theuerstadt. Wenn auch dort "Bamberg ernst machen" würde, wäre das eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität. Cadizo: 77 000 Einwohner: Meine Schätzung 500 "Ur-Bamberger", 500 Studenten und 100 trinkfeste Tagestouristen werden es negativ finden, 76 000 Einwohner dagegen begrüßen oder zumindest nicht verstören. Einen Versuch ist es allemal wert. Bin und vor allem war auch immer gern biermäßig dabei - aber halt weil es schlicht erlaubt war. Wir Menschlein sind Gewohnheitstiere. Die Vorteile für die Allgemeinheit werden wohl gegenüber den Einschränkungen überwiegen.

Bamberger147: Wenn ich eine "normale" Gaststätte habe, muss ich auch für die sogenannten "Stehgambler" eine Konzession beantragen bzw. die Fläche anmelden und auch jährlich bezahlen, bei anderen Lokalitäten ist die Stadt sehr rigoros und jeder Zentimeter wird mit gelber Farbe markiert, und wehe dem, ein Gast ist über der markierten Fläche - mit Ausnahme von bestimmten Gaststätten in der Sandstraße, da gelten eigene Regeln.

bamberger-besserwisser: Jawohl, endlich mal eine Entscheidung. Zeit wird's! An alle, die es übertrieben haben: selbst schuld! An alle, die jetzt meckern: bedankt euch bei denen, die kein Maß und Ziel kennen. Ich begrüße das Verbot!

Frankenbaer: Die älteste Spielregel der Welt lautet "Wer nicht hören will, muss fühlen". Allgemeinwohl steht über Individualinteresse.

Peter96052: Es gibt laut FT in der Stadt Bamberg keine einzige Neuinfektion (seit sieben Tagen). Im Landkreis sind es 1,36 Personen pro 100 000 Einwohner (seit sieben Tagen). Es ist völlig unverständlich, warum man plötzlich die Infektionsgefahr durch Corona als Anlass nimmt, Menschenansammlungen zu verhindern. Die Gründe hierfür dürften woanders liegen. Ich trinke mein Bier übrigens daheim.

Kommentare auf Facebook

Stefan H.: Recht so. Das Schlenkerla selbst hätte das a weng steuern können, aber ne, man musste es ja übertreiben. Auch das mit den Rettungswegen wurde doch fast nie eingehalten. Jetzt ist es eben so! Da braucht keiner jammern!

Britta P.: Nach 20 Uhr? Sooo um 19 Uhr am Wochenende ist kein Corona unterwegs?

Jannick O.: Macht ruhig weiter die schöne Innenstadt kaputt. Ka Wunder, wenn Bamberg irgendwann mal ausstirbt und die Leute woanders hingehen!

Ersel S.: Solange es lediglich als Präventivmaßnahme zur Corona-Zeit bleibt, ist die Entscheidung ja nachvollziehbar, ich befürchte hierbei aber eher den perfekten Vorwand, um dem Beisammensein vor dem Schlenkerla einen Riegel vorzuschieben. mm