Der Frühjahrsaufschwung ließ die Arbeitslosigkeit im Landkreis Kronach im Mai um weitere 79 Personen oder 5,7 Prozent auf 1305 Personen sinken. Die Zahl der Arbeitslosen liegt um 232 Personen bzw. 15,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Kronach macht beim Abbau der Arbeitslosigkeit derzeit agenturbezirksweit die größten Fortschritte. Die Arbeitslosenquote verringerte sich in den vergangenen vier Wochen um 0,2 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 4,0 Prozent.

Aus dem Landkreis Kronach wurden von Betrieben im Mai 123 versicherungspflichtige Stellen beim Arbeitgeberservice gemeldet, 58 (+89,2 Prozent) mehr als in 2020. Im Pool gibt es derzeit 612 Vakanzen, 29 mehr (+5,0 Prozent) als im Vorjahr.

Der Mai bescherte dem Agenturbezirk Bamberg-Coburg einen weiteren Beschäftigungsanstieg. Die Arbeitslosigkeit sank in den vergangenen vier Wochen mit vergleichsweise hoher Dynamik um 615 Personen (-4,8 Prozent). Im letzten Jahr, als die Auswirkungen der Corona-Krise am Arbeitsmarkt signifikante Spuren hinterließen, stieg hingegen die Zahl der Arbeitslosen im Mai um 591 Menschen (+4,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote nahm seit April um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent ab. Vor einem Jahr betrug sie 3,7 Prozent (2,8 Prozent Mai 2019).

Der Arbeitsmarkt der Agentur Bamberg-Coburg umfasst folgende sieben Gebietskörperschaften: Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt und Landkreis Coburg sowie die Landkreise Forchheim, Kronach und Lichtenfels. Die Landkreise Lichtenfels (-6,3 Prozent), Kronach (-5,7 Prozent) sowie die Städte Bamberg (-5,7 Prozent) und Coburg (-5,0 Prozent) verzeichneten den agilsten Rückgang der Arbeitslosigkeit . Aber auch in den Landkreisen Bamberg (-4,4 Prozent), Coburg (-4,3 Prozent) und Forchheim (-2,9 Prozent) sank sie im Mai erneut.

In den Landkreisen Kronach (-15,1 Prozent), Lichtenfels (-14,1 Prozent), Coburg (-11,1 Prozent), der Stadt Coburg (-10,1 Prozent) und dem Landkreis Bamberg (-3,0 Prozent) liegt die Arbeitslosigkeit bereits wieder unter dem Vorjahresniveau.

Nach Einschätzung von Brigitte Glos, der Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, fiel in diesem Mai der Rückgang der Arbeitslosigkeit sogar größer aus als in den Jahren vor der Krise. Neben saisonalen Einflüssen habe zunehmend die sich erholende Konjunktur eine Rolle für gestiegene Einstellungsbereitschaft der Betriebe gesorgt. Durch die Kurzarbeit sei es in der Krise gelungen, Kernbelegschaften zu erhalten und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe im Aufschwung sichern.

Um Auftragsspitzen abzudecken, wird derzeit wieder verstärkt Personal über die Zeitarbeit gesucht, so Glos. Überwiegend seien es jedoch Helferstellen. Fachkräfte würden wieder zunehmend von den Firmen direkt eingestellt, ein Indiz dafür, dass die Auftragslage stabil ist.

Während es im Handwerk und der Industrie größtenteils gut läuft, sei im Bereich Handel , Verkehr, Reise- und Gastgewerbe im Agenturbezirk die Entwicklung regional sehr unterschiedlich. Im Raum Bamberg und Forchheim, wo aufgrund der niedrigen Inzidenzwerte die Geschäfte wieder geöffnet haben und die Biergärten zum Verweilen einladen, holen die Betriebe ihr Personal wieder aus der Kurzarbeit zurück. Im Raum Coburg, Kronach und Lichtenfels herrscht indessen noch Tristesse.

Brigitte Glos: „Für den Juni rechne ich erneut mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit . Aufgrund des Impffortschritts und der Öffnungsperspektiven für den Einzelhandel und der Gastronomie bei weiter sinkenden Infektionswerten bieten sich dort demnächst sicher wieder zunehmend Beschäftigungsperspektiven.“ red