Marktgemeinderat Reinhard Schmid (SPD) beantragte aus beruflichen Gründen die Entlassung aus seinem Mandat. In der jüngsten Sitzung stimmte das Gremium diesem Antrag zu. Bürgermeister Bruno Kellner (VU) fand lobende Worte für das 24-jährige Engagement des Juristen. Schmid antwortete, dass er mit Wehmut scheide. In diesen 24 Jahren sei sehr viel bewegt worden, vor allem habe sich in puncto Einigkeit des Marktgemeinderats sehr viel getan.
Anschließend erfolgte die feierliche Vereidigung des Listennachfolgers Winfried König (SPD). Beschlossen wurde aufgrund des Wechsels die Neubesetzung der Ausschüsse. Neues Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss ist Renate Neubecker (SPD), Stellvertreterin Christine Jäger (SPD). Ordentliches Mitglied im Bau- und Umweltausschuss ist wie bisher Christine Jäger, ihr Stellvertreter ist Winfried König (SPD). Den Sitz im Rechnungsprüfungsausschuss bekam Winfried König, Stellvertreterin ist Christine Jäger.
Beim nächsten Tagesordnungspunkt ging es um einen Gehweg am Marktplatz. Hier sorgen parkende Autos immer wieder für Ärger. Der Bürgermeister informierte, dass dieses Thema schon länger diskutiert worden sei. Hier gebe sehr unterschiedliche Meinungen, darunter vehemente Gegner dieses Vorhabens und Anwohner, die aufgrund der parkenden Autos einen Gehweg forderten. Bei einer Verkehrsschau mit der Polizei sei die Situation als gefährlich beurteilt worden. Er schlägt vor, trotz der besonderen Platzgestaltung dieser Empfehlung durch eine Maßnahme zu folgen. Marktgemeinderätin Christine Jäger (SPD) sah keine Notwendigkeit für eine Veränderung. "Seit der Markplatzgestaltung im Jahr 2003 sind keine Unfälle passiert, meinte sie. Marktgemeinderat Andreas Schmittwolf (CWU) schlug vor, zwischen der Tafel des Ortskulturrings und dem ersten Anwesen am Marktplatz einen Blumenkübel aufzustellen, um hier die Durchfahrt zu verhindern. Jetzt sollen erneut mit diesem Vorschlag Gespräche mit den Anwohnern auf genommen werden. "Ansonsten bleibt der Marktplatz so, wie er ist", da war sich das Gremium einig.
Ebenfalls eine längere Geschichte hat der geplante Mehrgenerationenplatz an der Ebinger Straße. Hier ging Kellner auf die Vorgeschichte ein mit der abgelehnten Leader-Förderung und der jetzt vorliegenden Zusage des Amts für Ländliche Entwicklung, das Vorhaben eventuell mit 50 Prozent zu bezuschussen. Bei der durchgeführten Bürgerbeteiligung kristallisierte sich ein neuer Standort am Sportgelände heraus. Zu dem neuen Standort gebe es viele positive Stimmen aus der Bevölkerung, berichtete Kellner. Beschlossen wurde dieser Standort zwischen der alten B 4 und dem Sportgelände. Maximal 150 000 Euro sollen die Spielgeräte, der Fallschutz und die Erdarbeiten. Eventuell soll noch die WC-Anlage in einem naheliegenden Gebäude saniert werden. Tanja Potrykus von der Firma Spielträume wurde mit der Planung für den Mehrgenerationenplatz beauftragt.