Die Aischer Hauptstraße liegt wieder friedlich da, und der Kerwa-Rummel vom vergangenen Wochenende ist fast vergessen. "Am 10. August feiern wir den Namenstag des Heiligen Laurentius, des Patrons unserer Kirche, und genau an diesem Tag erst findet bei uns der echte Festgottesdienst statt", betont ein Aischer.
Zu den Klängen der Wache nrother Blasmusik zogen am Abend die Gläubigen vom Marienplatz zum Aischer Gotteshaus, um im Gottesdienst des Heiligen zu gedenken. Da er auf einem Rost den Märtyrertod erlitt, wird er oft mit diesem Accessoire dargestellt. Ein Vers des Laurentiusliedes lautet: "Laurentius was du getan, zünd' auch in uns das Feuer an, das keine Macht mehr löschen kann!"
Vereinsabordnungen mit ihren Fahnen, die Kerwasburschen, die Zweite Bürgermeisterin, Gemeinderäte, Vertreter des Pfarrgemeinderats - auch von St. Stephanus - waren unter den vielen Gläubigen, und der Aischer Pfarrchor umrahmte den Gottesdienst mit lauten und leisen, besinnlichen und schwungvollen Liedern. Am Pult und an der Orgel Claus Keller, am Altar der Ferienpfarrer aus Stettin, Jaroslaw Nowaszczuk, unterstützt von Christian Bouwé, dem Jungpriester aus Kamerun.
"Der Lebenslauf des Heiligen Laurentius zeigt uns, dass es schon immer schwierige Zeiten gegeben hat. Jede Generation, jedes Zeitalter birgt Leid aber auch Freude", sagte Pfarrer Jaroslaw. "Wir müssen jetzt nicht mehr für Christus sterben, aber wir sollen beharrlich und treu im Glauben bleiben!" Mit diesen Worten endete die Festpredigt. Die Wachenrother Blasmusik geleitete die Gottesdienstbesucher zum Gasthaus Rittmayer, das für diesen kirchlichen Festtag trotz Betriebsurlaub für alle Gläubigen noch einmal geöffnet hatte.